Nach tödlicher Attacke in H 4

Keine Ermittlungen gegen Polizisten

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Nach der tödlichen Messerstecherei vor dem Polizeirevier H 4 in Mannheim sieht die Staatsanwaltschaft bislang keinen Grund für Ermittlungen gegen den beteiligten Beamten.

Derzeit gebe es keinen Anfangsverdacht, der auf ein Fehlverhalten des Polizisten hindeute, so ein Sprecher.

Bei der blutigen Auseinandersetzung einer Männergruppe vor der Mannheimer H-4-Wache wurde ein 20-Jähriger am späten Donnerstagabend erstochen, sein 44-jähriger Vater schwer verletzt. Dieser wurde mittlerweile aus dem Krankenhaus entlassen.

Die Wache in der Innenstadt war an dem Tag Polizeiangaben zufolge mit sieben Beamten besetzt. Während der Tat seien sechs davon zu anderen Schlägereien ausgerückt. Als der Streit losbrach, sei der alleine zurückgebliebene Beamte zum Schlichten aus dem Fenster gesprungen, da er alleine in dem Gebäude war und nicht durch die Sicherheitsschleuse nach draußen konnte. Der Polizist sei dann kurz ins Gebäude zurückgekehrt und habe Verstärkung alarmiert. In der Zwischenzeit soll der 20-Jährige von dem 22 Jahre alten, mutmaßlichen Täter niedergestochen worden sein.

Mannheims Polizeipräsident Thomas Köber beschrieb die Häufung der Ereignisse am Tatabend als "typisch" für Mannheim. Jedoch sei die Stadt mit in diesem Jahr 69 polizeilich erfassten Schlägereien und neun Tötungsdelikten kein "Ausreißer" unter Baden-Württembergs Großstädten.

Mittlerweile meldete sich auch Oberbürgermeister Peter Kurz (SPD) zu Wort. "Nach dem, was bekannt ist, hat sich der Beamte richtig und auch mutig verhalten", so Kurz. "Ein pauschaler Ruf nach mehr Polizei ist da eine überzogene Reaktion."

dpa/rob

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