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Mannheim: So viele Ukraine-Flüchtlinge wurden aufgenommen

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Von: Daniel Hagen

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Mannheim - Millionen Menschen flüchten vor dem Krieg in der Ukraine. Hunderte davon sind auch in Mannheim angekommen. So werden sie aufgenommen, so wird ihnen geholfen:

Update vom 28. März: Die SPD Neckarstadt-Ost begrüßt die Pläne von OB Dr. Peter Kurz (SPD), die GBG-Halle zu einer Notunterkunft für ukrainische Geflüchtete zu öffnen. „Der feige Angriffskrieg von Putin auf die Ukraine ist kein Thema, dass sich nur auf die Ukraine selbst beschränkt. Dies ist ein Angriff, der unter anderem auf die Spaltung und die Destabilisierung der Wertegemeinschaft der EU abzielt und muss uns daher alle angehen“, so der Ortsvereinsvorsitzende Sascha Brüning.

StadtMannheim
BundeslandBaden-Württemberg
Fläche145 km²
Bevölkerung309.721 (31. Dez. 2020)
OberbürgermeisterDr. Peter Kurz (SPD)

Freier Eintritt für Ukraine-Geflüchtete in Herzogenriedpark

„Deshalb ist es selbstverständlich, dass wir uns als Stadt aber auch im Quartier solidarisch zeigen und den Kriegsgeflüchteten aus der Ukraine eine Anlaufstation bieten, wo sie zur Ruhe kommen und sich sammeln können“, so Brüning weiter. Es sei jedoch wichtig, dass Alternativen gefunden werden. 

„Ich gehe davon aus, dass für Vereine und Schulklassen, die die GBG-Halle deshalb nicht nutzen können, Ausweichmöglichkeiten gefunden werden. Wir freuen uns, dass die Verwaltung bereits die Forderung aufgegriffen hat, keinen Eintritt von den Geflüchteten aus der Ukraine im Herzogenriedpark zu nehmen”, so SPD-Stadtrat Reinhold Götz. Der Ortsverein fordert zudem, dass diese Regeln auch für alle anderen Geflüchteten angewendet werden.

GBG Halle Herzogenried in Mannheim wird ab Samstag (19. März) für eine Belegung mit Ukraine-Geflüchtete vorbereitet (Archivfoto).
GBG Halle Herzogenried in Mannheim wird ab Samstag (19. März) für eine Belegung mit Ukraine-Geflüchtete vorbereitet (Archivfoto). © MANNHEIM24/Eliran Kendi

Stadt hilft weiter mit Spenden und Dolmetschern

Für Anliegen und Fragen rund um Spenden, Hilfs- und Unterstützungsangebote, Angebote von Wohnraum oder Dolmetscherleistungen können sich interessierte Neckarstädter*innen telefonisch unter 0621/293-3299 (Montag bis Freitag von 9 bis 17 Uhr) oder per Mail an ukraine-hilfe@mannheim.de an die Stadt Mannheim wenden. 

Geldspenden können außerdem direkt an folgendes Konto gerichtet werden:

Empfänger: Mannheim hilft ohne Grenzen e.V.
IBAN: DE23 6709 0000 0095 9221 04
Bank: VR Bank Rhein-Neckar eG
Verwendungszweck: Ukraine

Mannheim: So viele Ukraine-Geflüchtete sind bislang in der Stadt untergekommen

Erstmeldung vom 27. März: Seit Beginn des Ukraine-Krieges sind Millionen Menschen auf der Flucht vor Tod, Hunger und Zerstörung. Während viele in benachbarten Staaten wie Polen auf eine baldige Rückkehr hoffen, ziehen andere weiter innerhalb Europas. Tausende Menschen kommen dabei auch nach Deutschland – und landen auch in Mannheim. Der Großteil davon sind Frauen und Kinder.

Mannheim: Nach evangelischer Kirche – auch Rathaus kümmert sich um Unterkünfte

Neben der evangelischen Kirche, die Geflüchtete in einem Pfarrhaus unterbringt, ist auch die Stadt Mannheim hoch bemüht in der Flüchtlingsarbeit. Besonders wichtig sind dabei vor allem Freiwillige, die helfen wollen. „Die Hilfsbereitschaft der Mannheimer Bevölkerung ist sehr groß, es haben sich zahlreiche Bürgerinnen und Bürger gemeldet und privaten Wohnraum angeboten“, erzählt Ralf Walther von der Stadt Mannheim auf Anfrage.

Bislang seien so etwa 250 Flüchtende aus der Ukraine in rund 140 Mannheimer Haushalten untergekommen. Weiterer Raum wird allerdings immer noch benötigt. „Die Stadt Mannheim mietet bereits Hotelzimmer für Geflüchtete an. Hotelzimmer und die Unterbringung in den bereits dafür ausgestatteten Turnhallen können nur kurzfristige Möglichkeit der Unterbringung sein“, sagt Walther weiter.

Stadt Mannheim und GBG arbeiten an Unterbringen der Ukraine-Geflüchteten

Es sei allerdings das Ziel, die Menschen zügig in andere Wohnverhältnisse zu überführen. Am Ende sollen reguläre Wohnverhältnisse und eine höhere Selbstorganisation der Geflüchteten ermöglicht werden. Eine wichtige Rolle dabei spiele laut Walther die kommunale Wohnungsbaugesellschaft GBG, die aktuell an mehreren Aufgaben parallel arbeite.

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Neben der normalen Vermietung an Mannheimer Bürger werden derzeit auch Liegenschaften aus dem Bestand geprüft, die kurz und mittelfristig für die Unterbringung der Ukraine-Flüchtlinge genutzt werden können. Diese Wohnungen müssen aber erst noch bewohnbar gemacht werden. Die vollständige Ausstattung wird aus Fördermitteln geschöpft. Auch in Heidelberg werden in den letzten Wochen Geflüchtete aufgenommen. (dh)

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