Er liebt Weihnachten!

„Chako“ Habekost wünscht „(F)rohe Woinacht“

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„Chako“ Habekost mit „F(rohe) Woinacht“ - Premiere im Capitol.

Mannheim - „Krasser“ Witz, krasse Sprache und eine Menge Spaß. Premiere von „Chako“ Habekosts Programm „(F)rohe Woinacht“ - solo, roh, ungeschminkt - im Capitol.

Ja! Er liebt Weihnachten! Und das erzählt er nicht einfach nur so, das lässt er seine Zuhörer erleben. Und dazu braucht Christian „Chako“ Habekost nicht viel. 

Die Gäste, die den Saal im Capitol betreten, werden von einem Aufblas-Schneemann begrüßt, auf der Bühne steht ein Tisch, darauf ein Dubbeglas, ein Stuhl und ein Weinkübel.

„Chako" Habekost wünscht „(F)rohe Woinacht“

Wieso es noch keine Tannen gibt, die die Nadeln nicht verlieren, fragt er; dabei gibt es ja immerhin schon Melonen, die keine Kerne haben. Nehmen wir halt die alteYucca Palme, schmücken sie mit kleinen roten FCK-Teufelchen und fertig. Am besten vor dem Waldhof-Stadion. Und so geht es dann in hoher Schlagzahl weiter. Politisch nicht immer ganz korrekt, garniert mit einigen Hieben in Richtung Politiker, aber immer witzig.

Von der Woi-Nacht erzählt er und schenkt sich gleich einen ins Dubbeglas ein. „Dabei trinken wir (Kur)-Pfälzer auch tagsüber“ und erklärt auch gleich, warum „Pälzer“ nie „Dorschd“ haben: weil sie schon vorher trinken. Eigentlich logisch.

Und von seinen Kindheitserinnerungen an Weihnachten. Von den Drei Heiligen Königen („da war sogar ein echter Neger dabei“) und dem Jesuskind samt Maria und Josef, die an Weihnachten seine Spielkumpane waren: Josef als Kreuzritter in der Plastik-Festung, Maria im Saloon oder das Jesuskind im Auto von der Carrera-Rennbahn, das auch nach einem Crash mit Überschlag noch gelächelt hat. Erinnerungen, wie sie wohl viele groß gewordene Buben an ihre Kindheit haben. Und vor allem ziemlich lustig. Lustig auch durch „Chakos“ mal mehr, mal weniger breites (Kur)Pfälzisch und seine teils ziemlich schräge Mimik.

Von guten Vorsätzen im neuen Jahr erzählt er: „Mei Fraa hot sich vorgenumme, dass ich mich besser ernähre“ oder wie schwierig es ist, im Laufe des Tages zwei Liter Wasser zu trinken: „Do kumme einische Schorle zamme!“ Aber: in der Pfalz muss man viel saufen, bevor es heißt, dass man trinkt. Immerhin.

Natürlich gibt es auch Anekdoten aus dem täglichen Leben: „völlig ausgeglichene Ying-Yang-Arschlöcher“ und „Ökofaschisten“ bekommen ebenso ihr Fett weg wie die Hau die Cousine - zu deutsch Haute Cuisine - die Wasser der Marke „Hahne“ nicht kennt. Dafür aber weiß, dass der Gruß aus der Küche nicht der winkende Koch ist, sondern die Gäule amüsiert (er meint natürlich die Gaumenfreude „Amuse Gueule“).

Sicherlich war der eine oder die andere im Publikum, der oder die mit der Mundart Probleme hatte. Alle anderen hatten einen Riesenspaß.

Auch an der Zugabe, bei der „Chako“ aus seinem Roman „Elwenfels“ den skurrilen Kulturschock des Hamburger Privatdetektivs Carlos im Pfälzerwald beschreibt. Kleine Kostprobe: „Haben Sie das nicht in der Presse gelesen?“ „Des ähnzische, was mir lese, sin Trauwe“.

(F)Rohe Woinacht ist noch bis zum 7. Januar in der Rhein-Neckar-Region zu sehen. (Wo sonst, woanders versteht man den Habekost ja auch nicht.) Einige Termine sind schon ausverkauft, für einige gibt es noch Karten.

chr

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