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Generalsanierung des Mannheimer Nationaltheaters: Bauunternehmen für Opernhaus ist insolvent

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Von: Daniel Hagen

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Mannheim - Während das Nationaltheater komplett saniert wird, soll das neue Opernhaus namens „Opal“ als Interimsspielstätte dienen. Doch das zuständige Bauunternehmen ist insolvent!

Erst Ende Februar ist in Mannheim die Oper am Luisenpark – kurz Opal – vorgestellt worden. Diese soll als Interimsspielstätte dienen, solange das Nationaltheater Mannheim komplett saniert wird. Die Leichtbauhalle entsteht an der Theodor-Heuss-Anlage zwischen Technoseum und Stadion und soll rund 13,5 Millionen Euro kosten. Zudem wird damit gerechnet, dass das Opernhaus bis zum 19. August übergeben und am 17. Dezember eröffnet werden kann. Doch wie so oft kommt es anders als erwartet.

Nationaltheater Mannheim: Bauunternehmen geht insolvent – Arbeiten verzögern sich

Aufgrund von Lieferengpässen und Materialmangel wird die Eröffnung auf das Frühjahr 2023 verlegt. Am Donnerstag (1. Dezember) dann die Hiobsbotschaft. Wie das Nationaltheater Mannheim mitteilt, habe das zuständige Bauunternehmen Metron einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens beim zuständigen Gericht in Bayern eröffnet. Laut Tilmann Pröllochs, geschäftsführendem Intendant des Nationaltheaters Mannheim, werde sich die Eröffnung wohl noch einmal „deutlich“ verzögern.

„Die Nachricht der Eröffnung eines Insolvenzverfahrens unseres Totalunternehmers metron Vilshofen GmbH trifft uns hart und stellt uns vor eine neue Herausforderung, deren Gesamtdimension und die damit verbundenen organisatorischen Auswirkungen wir in den kommenden Tagen im Team der Geschäftsstelle Generalsanierung und unserer Rechtsabteilung entsprechend erörtern und bewerteten müssen“, erklärt Tilmann Pröllochs, der seine Aufgabe am Nationaltheater Mannheim erst dieses Jahr begonnen hat.

Nationaltheater Mannheim
Die Grundsanierung des Nationaltheaters soll vier Jahre dauern. (Archiv) © MANNHEIM24

Generalsanierung am Nationaltheater Mannheim – Ausweichort noch nicht fertig gebaut

Wann die Oper am Luisenpark eröffnet werden kann, könne derzeit noch nicht gesagt werden. Das Nationaltheater Mannheim am Goetheplatz erhält eine Generalsanierung, die rund 287 Millionen Euro kosten soll. Erst vor kurzem hat es dafür eine dicke Finanzspritze von Bund und Land gegeben. Das neue Opernhaus kann auf 75 mal 33 Metern rund 800 Zuschauern Platz bieten. Hinzu kommen weitere 2.500 Quadratmeter für Büros, Werkstätte und Proberäume.

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Eigentlich sollten das Opal, das Rokokotheater in Schwetzingen und der Pfalzbau in Ludwigshafen als Ausweichspielorte dienen, solange das Hauptgebäude komplett saniert wird. Das Ende der Arbeiten ist für 2027/28 geplant. Die Modernisierung des Gebäudes aus dem Jahr 1957 ist dringend nötig, da sonst die Nutzungserlaubnis in diesem Dezember endet. (pm/dh)

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