Austausch von Weichen dauert länger

Drei Wochen nach Zugunglück: Schäden noch nicht beseitigt

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Eine S-Bahn rollt an der Unglücksstelle vorbei, an der noch unbestimmte Zeit gearbeitet wird.

Mehr als drei Wochen sind inzwischen seit dem verheerenden Zugunglück am Hauptbahnhof mit 35 Verletzten vergangen. Doch noch immer sind die Spuren sichtbar, nicht Weichen ausgetauscht.

Das dramatische Zugunglück am Hauptbahnhof: Ein niederländischer Güterzug rammte am 1. August den Eurocity 216 mit 250 Passagieren, weil der 60-jährige Lokführer mehrere Haltesignale ignorierte, stieß zwei Waggons von den Gleisen. Von den 110 Fahrgästen der beiden umgekippten Abteile wurden 35 verletzt – vier davon schwer (wir berichteten mehrfach).

Mehr als drei Wochen danach schaute sich MANNHEIM24 an der Unglücksstelle rund 200 Meter vor dem Hauptbahnhof um. Deutlich zu sehen: Die neuen Weichen sind noch nicht am Gleisnetz angeschlossen, liegen noch viele Ersatzteile herum.

Noch immer nicht alle Gleise gewechselt 

"Wir arbeiten derzeit an zwei Weichen – immer während Fahrtpausen im Bahnverkehr. Wie lange es noch dauert, können wir nicht genau sagen, da Spezialteile für die Weichen extra angefertigt werden müssen", erklärt Bahnsprecher Roland Kortz gegenüber MANNHEIM24.

Der Sachschaden geht laut Deutscher Bahn in die hunderttausende Euro. Der Bahnverkehr ist nicht beeinträchtigt.

Die Bahngewerkschaft zeigt den niederländischen Güterzug-Betreiber an, gegen den Lokführer ermitteln Staatsanwaltschaft und Bahnpolizei wegen des Verdachts der fahrlässigen Körperverletzung sowie Gefährdung des Bahnverkehrs.

pek

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