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MVV will Gaspreise in Mannheim erhöhen – CDU stellt Forderung an OB Kurz

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Von: Peter Kiefer

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Mannheim - Aufgrund der angekündigten Gaspreis-Erhöhung der MVV fordert die CDU-Gemeinderatsfraktion jetzt von OB Kurz, den Kosten-Schock für die Verbraucher zu entschärfen:

Die von Versorgungs-Riese MVV angekündigte Gaspreis-Erhöhung zum Jahreswechsel 2022/23 – jetzt kämpft die CDU in Mannheim für die betroffenen Verbraucher. So appelliert die CDU-Gemeinderatsfraktion an Oberbürgermeister Dr. Peter Kurz (SPD) und fordert ihn auf, als Vorsitzender des Aufsichtsrats der MVV Energie AG tätig zu werden.

MVV erhöht Gaspreis in Mannheim – CDU im Gemeinderat appelliert an OB Kurz

Dr. Kurz müsse laut CDU die rechtlichen und wirtschaftlichen Möglichkeiten prüfen zu lassen, um die Gasumlage von 2,419 Cent/kWh nach der Gaspreisanpassungsverordnung nicht vollumfänglich an die Erdgas-Kunden der MVV Energie AG weiterzugeben sprich zu beschränken.

„Gerade für Haushaltskunden in der Grundversorgung, die im aktuellen Marktumfeld de facto keine anderen Versorger wählen können, führt dies zu erheblichen Belastungen. Große Kostensteigerungen sind auch bei örtlichen kleinen und mittelständischen Unternehmen mit hohem Gaseinsatz zu erwarten (z.B. Bäckereien, Garten- und Gemüsebaubetriebe), die für die örtliche Versorgung wichtig sind“, so der CDU-Fraktionsvorsitzende Claudius Kranz und der CDU-Kreisvorsitzende Christian Hötting.

Der Energieversorger MVV in Mannheim (Archivfoto)
Der Energieversorger MVV erhöht die Preise für Gas und Strom in Mannheim. (Archivfoto) © Uwe Anspach/dpa

„Erhebliche Belastungen“ – CDU-Fraktion will Gaspreis in Mannheim drücken

Und bei genau diesen kleinen und mittelständischen Unternehmen „sollte ein Marktaustritt oder eine Weitergabe der Kosten - in unseren Beispielen in den Lebensmittelpreisen - verhindert werden“, so das Führungs-Duo weiter.

Die nach der derzeitigen Gaspreisanpassungsverordnung vorgesehene Gasumlage wird zunächst die MVV Energie AG als Vertriebsunternehmen belasten. Es ist davon auszugehen, dass in den üblichen Vertragskonstellationen die Umlage auf die Endkunden umgelegt werden wird, um diese Belastung weiterzugeben. Eine Rechtspflicht dazu besteht jedoch für den Versorger nicht.

Gaspreis-Schock in Mannheim – mittelständische Unternehmen schützen

Insbesondere grundversorgte Kunden und die versorgungsrelevanten gasintensiven mittelständischen Unternehmen wie Bäckereien, Metzgereien, Gartenbaubetriebe mit Lebensmittelprodukten etc. sollen bei einer gedämpften Weitergabe aus Sicht der CDU zuerst bedacht werden. Mit Blick auf die sehr gute Ertragslage der MVV Energie AG ist eine Prüfung des finanziellen Spielraums mit Blick auf eine zumindest nur teilweise Umlage auf oben genannte Gruppen angebracht.

Dabei soll die Berechnung einer teilweisen Beschränkung der Weitergabe der Umlage so erfolgen, dass die Höhe der Dividende der MVV Energie AG nicht maßgeblich reduziert wird, da diese für die Finanzierung des ÖPNV in Mannheim notwendig ist.

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„Mit dieser Maßnahme kann die MVV Energie dazu beitragen, ihr Bild als verlässlicher und verantwortungsvoller Versorger zu schärfen, der seine Kunden in Zeiten der Krise nicht alleine lässt und der damit auch außerhalb der Krise attraktiv bleibt, obwohl seine Gaspreise im Vergleich zu Diskount-Vertrieben in der Regel höher sind“, so Kranz und Hötting abschließend. (PM/pek)

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