Nach Vorschlag des Wissenschaftsrats

Neue Strukturen für Mannheimer Universitätsmedizin

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Wissenschaftsministerin Theresia Bauer, Oberbürgermeister Dr. Peter Kurz und Rektor Professor Bernhard Eitel stellen das neue Kooperations-Modell vor. 

Mannheim/Heidelberg - Nach dem Vorschlag des Wissenschaftsrats sollen nun neue Strukturen in der Mannheimer Universitätsmedizin durchgesetzt werden. Das soll sich ab Mai 2015 ändern:

Die Medizinische Fakultät Mannheim der Universität Heidelberg arbeitet seit ihrer Gründung vor 50 Jahren mit dem von der Stadt Mannheim getragenen Klinikum Mannheim in Forschung, Lehre und Krankenversorgung eng zusammen. 

Eine Bewertungsgruppe des Wissenschaftsrats hatte die universitätsmedizinischen Einrichtungen Mannheim im Juni 2013 besucht. Insgesamt wurde die Universitätsmedizin in Forschung, Lehre und Krankenversorgung positiv bewertet. Für eine weiterhin positive Entwicklung wurde jedoch eine Anpassung der Kooperation vorgeschlagen.

Ziel dieses neuen Kooperations-Modells soll es sein, durch die Strukturen eine gemeinsame Planung und Entwicklung von Universitätsklinikum und Fakultät zu gewährleisten, die wissenschaftliche Leistungsfähigkeit insgesamt zu stärken sowie eine hochwertige und wirtschaftliche Krankenversorgung sicherzustellen.

Diese Aufgabe wollten die Stadt Mannheim, das Wissenschaftsministeriums und die Universität Heidelberg gemeinsam umsetzen.

Das neue Kooperations-Modell

Wissenschaftsministerin Theresia Bauer, Oberbürgermeister Dr. Peter Kurz und Rektor Professor Bernhard Eitel stellten am Freitag die wesentlichen Merkmale der vorgesehene Struktur vor:

- Forschung und Lehre werden als eigene Unternehmensziele des Universitätsklinikums definiert.

- Universitätsklinikum und Fakultät planen strategisch gemeinsam.

- Es werden verbindende Gremien gebildet, die auf allen Ebenen die gemeinsame Entwicklung gewährleisten.

-  In den Aufsichtsrat des Universitätsklinikums werden zusätzlich zwei Vertreter der Wissenschaft berufen.

- Das Universitätsklinikum wird von zwei gleichberechtigten Geschäftsführern geleitet. Eine Geschäftsführung muss medizinisch-wissenschaftlich qualifiziert und soll in der Regel hauptamtlich beschäftigt sein.

- Die Rechtsform der beteiligten Partner bleibt jedoch unverändert.

Die Reaktionen

Ministerin Bauer zeigte sich mit dem neuen Modell zufrieden: „Es ist gelungen, wesentliche Forderungen des Wissenschaftsrates umzusetzen. Dadurch wird eine neue Grundlage für die positive Entwicklung der gesamten Universitätsmedizin in Mannheim geschaffen. Nun müssen die handelnden Personen vor Ort zeigen, dass sie diese Zukunft gemeinsam erfolgreich gestalten wollen und können.

Dass eine weitere Annäherung an die Strukturen einer universitären Medizin gelungen ist und so Forschungs- und Lehrorientierung neben den klinischen Kompetenzen künftig gestärkt werden, ist ein wesentlicher Fortschritt, von dem nicht nur die Universität, sondern auch die Patienten profitieren werden“, erklärte Rektor Professor Dr. Bernhard Eitel, Rektor der Universität Heidelberg, zu der die Medizinische Fakultät in Mannheim gehört.

Die Vereinbarungen sollen ab Mai 2015 in Kraft treten. Nach fünf bis acht Jahren soll geprüft werden, ob sich das neue Modell bewährt. 

Stadt Mannheim/mk

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