Große Aktionswoche gegen Wohnungseinbruch

MANNHEIM24 auf Streife mit der Polizei!

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Auch bei Marco Talenti vom Reisebüro "Restetour" in den Quadraten wurde bereits eingebrochen. Die Täter scheiterten jedoch am stabilen Tresor. Dennoch stand die Haustür bei der gestrigen Polizei-Aktion offen...

"Guten Tag, hier ist die Polizei!" Die Mannheimer Bürger waren erst überrascht, als die Beamten klingelten, fanden die Aufklärungsaktion gegen Wohnungseinbrüche dann aber sehr gut!

"Die Einbruchsprävention liegt dem Polizeipräsidium Mannheim und unserem Präsidenten sehr am Herzen!", bringt es Polizeisprecher Dieter Klumpp auf den Punkt.

Denn die Zahl der Wohnungseinbrüche in der Region ist dramatisch angestiegen: Waren es von Januar bis Ende Juli 2013 noch 833 Einbrüche, so kletterte die Zahl im gleichen Zeitraum diesen Jahres auf 962 Fälle (plus 15,4 Prozent).

Schlechte Nachricht: Erfahrungsgemäß steigt die Statistikkurve in der kommenden, 'dunkleren' Jahreszeit sogar noch deutlich an!

"Auch wenn es klassische Jahreszeiten oder Tageszeiten so nicht mehr gibt bei Wohnungseinbrüchen. Ein Drittel der Fälle findet zwischen 6 und 20 Uhr statt. Wenn sie an einer Tür scheitern, versuchen sie es einfach an der nächsten. Meist dringen die Täter von hinten in die Gebäude ein – bei Einfamilienhäusern durch die Terassentür ", erklärt Klumpp.

So kann die eigens im Januar 2014 gegründete, zwölfköpfige Ermittlungsgruppe "Eigentum" schon erste Erfolge verzeichnen: Lag die Aufklärungsquote 2013 noch bei mageren 13,8 Prozent, so sind es 2014 immerhin 17 Prozent oder umgerechnet 164 aufgeklärte Einbrüche.

Insgesamt waren es im Bereich des Polizeipräsidiums Mannheim im Jahr 2013 sogar 1.607 Wohnungseinbruchsdelikte – jedes mit einem persönlichen Schicksal und möglicherweise psychischen Schäden für die Opfer verknüpft, wie etwa Angst in den eigenen vier Wänden. Der materielle Schaden ist oft nebensächlich.

Polizei startet Aktionswoche gegen Wohnungseinbrüche 

Mit gezielte Fahndungsaktionen, Präsenz und Aufklärung geht die Polizei dagegen vor. Dies alles übernimmt die sogenannte "Besondere Aufbau Organisation" (BAO), ermittelt zudem, wertet aus. Somit sind insgesamt rund 40 Beamte bei der Bekämpfung der Einbruchsdelikte tätig.

Die "10 goldenen Regeln" für ein sicheres Zuhause verteilen die Polizisten bei ihrer Streife.

Insgesamt sieben Präventionsbeauftragte gibt es für die Mannheimer Stadtbezirke. Einer davon ist Polizeihauptmeister Andreas Intze, seit 1. Mai zuständig für Quadrate, Oststadt, Schwetzingerstadt, Neuhermsheim und Neuostheim.

MANNHEIM24 begleitete Intze und seinen Kollegen Robin Buchheit, Kommissaranwärter, bei ihrer Doppelstreife im Rahmen der diese Woche gestarteten Aktionswoche zur Verhinderung von Wohnungseinbrüchen in den Quadraten.

Polizeihauptmeister Intze: "Bei unseren Streifen achten wir auf Dinge wie offenstehende Eingangstüren bei Mehrfamilienhäusern oder gekippte Fenster, weisen dann die Bewohner oder den Hausmeister auf diese 'Einladung' für Einbrecher hin. Der Leichtsinn öffnet den Langfingern buchstäblich Tür und Tor."

Ein Drittel der Einbrüche bleibt im Versuchsstadium stecken! Heißt: Fensterschlösser, Alarmanlagen, Türketten und andere mechanische Sicherungen verhageln dem Langfinger die Lust am Beutezug.

Deshalb kann jeder Bürger die speziell geschulten Beamten kostenlos für eine Sicherheitsberatung zu sich nach Hause bestellen.

"Dieses Angebot wird sehr gut von den Bürgern genutzt", weiß Intze. "Etwa fünf solche Termine absolviert jeder unserer fünf Berater pro Tag. Aber ein wachsamer Nachbar ist noch immer der beste Schutz!"

Ganz wichtiger Tipp zum Schluss: Sollte man einen Einbrecher in der Wohnung ertappen, nie den Helden spielen und die Konfrontation suchen!

Hier die Kontakte der kriminalpolizeilichen Beratungsstellen für Mannheim (Telefon 0621/174-1212) und Heidelberg (Telefon 06221/99-1234).

pek

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