Zugunglück am Mannheimer Hbf

Lokführer auf Bewährung verurteilt!

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Das Zugunglück am Mannheimer Hauptbahnhof im August 2014.

Mannheim – Das verheerende Zugunglück im Sommer 2014: Mehr als zwei Jahre später wird der inzwischen 62-jährige Lokführer am Mittwoch am Amtsgericht verurteilt:

Das dramatische Zugunglück am 1. August 2014 am Mannheimer Hauptbahnhof: Um 20:51 Uhr kracht ein Güterzug in den mit 250 Passagieren Eurocity 216. 38 Menschen werden zum Teil schwer verletzt, glücklicherweise fordert der Unfall keine Toten.

Seit einer Woche steht der Führer der Unglückslok vor dem Mannheimer Amtsgericht, ist wegen fahrlässiger Körperverletzung angeklagt (WIR BERICHTETEN). Jetzt wurde er zu einer Bewährungsstrafe von sechs Monaten verurteilt.

Viele Verletzte! Güterzug rammt Eurocity

Der Unfall sei nicht auf technisches Versagen zurückzuführen, sondern auf Fehler des 62-Jährigen, sagt der Staatsanwalt beim finalen Prozesstag am Mittwoch. Er fordere daher eine Freiheitsstrafe von acht Monaten auf Bewährung für den Angeklagten. Der Unfall hätte sehr viel schlimmer ausgehen können. 

Der Verteidiger spricht sich für eine Freiheitsstrafe auf Bewährung von maximal sechs Monaten aus. „Der Mann ist bestraft genug“, sagt er.

Es habe sich um ein Augenblicksversagen gehandelt, so die vorsitzende Richterin. Der Angeklagte muss außerdem 100 Stunden gemeinnützige Arbeit leisten.

Hintergrund

Weil der 62-jährige Lokführer des Güterzugs ein Haltesignal übersehen und Warnungen ignoriert haben soll, rammt sein Triebwagen am Abend des 1. August 2014 an einer Weiche kurz vor den Bahnsteigen 1 und 2 mit 30 bis 40 Stundenkilometern zwei Waggons um! Auch die Güterzug-Lok und zwei Containerwagen kippen von den Gleisen. Gesamtschaden: rund 2,3 Millionen Euro.

Der Tag nach dem Zugunglück in Mannheim

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sag/dpa

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