XXXL Mann Mobilia-Skandal

Verhandlungen gescheitert: Jetzt kommt Hilfe von außen!

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Freigestellte Mitarbeiter protestieren vor XXXL Mann Mobilia-Einrichtungshaus in Mannheim-Vogelstang.

Mannheim - Nach zwei Verhandlungstagen ist keine Einigung zwischen Mann Mobilia und dem Betriebsrat in Sicht. Was jetzt den Durchbruch im XXXL-Skandal bringen soll: 

Bei den Verhandlungen zwischen XXXL Mann Mobilia und dem Betriebsrat läuft es nicht rund. Die Gespräche, die seit Anfang März zum Thema Interessenausgleich und Sozialplan geführt werden, haben zu keiner Einigung geführt (WIR BERICHTETEN). 

Nach zwei Verhandlungstagen sind Vorstellungen von Betriebsrat und Arbeitgeberseite zu weit auseinander. Der Vorschlag des Betriebsrates wurde sehr sorgfältig geprüft, ist aber leider rechtlich nicht umsetzbar. Wir werden deshalb nun wie gesetzlich vorgesehen die Einigungsstelle anrufen“, erklärt der Sprecher der XXXL Unternehmensgruppe, Julian Viering. 

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Bei der Einigungsstelle handelt es sich um ein neutrales Gremium unter der Leitung eines Vorsitzenden, der ehemaliger Arbeitsrichter ist. Das Gremium wird zu gleichen Teilen mit Vertretern der Arbeitgeber- und der Arbeitnehmerseite besetzt. Über die Person des Vorsitzenden und die sonstige Besetzung der Einigungsstelle haben sich Arbeitgeber und Betriebsrat schon im Vorfeld verständigt.

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Wir gehen davon aus, dass sowohl die Arbeitgeberseite als auch der Betriebsrat auf die rechtlich ausgewogene Betrachtung durch eine neutrale Stelle vertrauen“, erklärt Viering. „Wir hoffen in den nun anstehenden Sitzungen der Einigungsstelle auf eine faire und schnelle Lösung für die betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter“, so der Sprecher. „Wir wollen ein Ergebnis erreichen, das den betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern den Verlust des Arbeitsplatzes mit Abfindungen sozialverträglich abfedert.“ 

In den bisherigen Verhandlungen hatte die Arbeitgeberseite neben Geld für Abfindungen auch einen Fonds für soziale Härtefälle angeboten, zum Beispiel für Mitarbeiter mit einer Behinderung oder schweren Erkrankung und alleinerziehende Eltern. 

Der Betriebsrat pocht jedoch auf den Erhalt der Arbeitsplätze im Rahmen des von ihm vorgeschlagenen Interessenausgleichs. Der Sozialplan sei für den Betriebsrat dagegen „nicht haltbar“.

Worum geht´s?

Rund 100 Verwaltungsmitarbeiter der Möbelhauskette XXXL in Mannheim wollen am Montagmorgen, 29. Februar, zu ihrer Arbeitsstelle. Dann der Schock: ihre Arbeitsplätze sind von heute auf morgen weg, sie werden ohne Vorwarnung freigestellt. Die Arbeit soll künftig in Würzburg gemacht werden. 60 neue Mitarbeiter wurden dort bereits eingestellt (WIR BERICHTETEN).

Hunderte demonstrieren am Donnerstag gegen die unangekündigte Freistellung von knapp 100 Mann Mobilia-Mitarbeitern. 32 der freigestellten Mitarbeiter wurden indes in einem anderen, neu gegründeten Unternehmen der Gruppe untergebracht. Für den Betriebsrat ist auch das ein Skandal, die Arbeiter seien nicht wie vom Unternehmen erklärt „weitervermittelt“ worden, sondern einfach „300 Meter weiter“ in einem eigens dafür gegründeten Unternehmen angestellt worden.

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mk

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