Wegen BUGA23?

Warum die Esso-Tankstelle in der Feudenheimer Straße schließt

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Die Esso-Tankstelle schließt am 14. Oktober.

Mannheim - Für viele Pendler dürfte das ein echter Verlust sein: Die Esso-Tankstelle in der Feudenheimer Straße macht dicht. Was die Stadt mit dem Gelände vorhat: 

Fast 50 Jahre war die Tankstelle in der Feudenheimer Straße eine beliebte Anlaufstelle für Pendler auf dem Weg zu oder von der Autobahn. Jetzt macht die Esso dicht. Mitte Oktober ist endgültig Schluss: „Letzter Verkaufstag am 14. Oktober“ steht auf einem grünen DinA4-Blatt, das an die Scheibe des Verkaufs-Shops geklebt ist. Bis dahin wird ein Räumungsverkauf stattfinden: „Alles muss raus“ steht auf einem anderen Blatt. 

Mannheim: Esso-Tankstelle schließt – wegen der BUGA23?

Wieso die Esso schließt, steht auf einem anderen Plakat, das die Kunden über die Schließung informiert: Die Stadt Mannheim habe den Pachtvertrag aus dem Jahr 1970 auslaufen lassen, deshalb finde die „jahrzehntelange Legende“ jetzt ein jähes Ende.

Laut „Mannheimer Morgen“ soll ein Grund für die Entscheidung der Stadt die BUGA23 sein, die auf Spinelli und auf der Feudenheimer Au gegenüber der Esso stattfinden soll. Es wird gemutmaßt, dass die Tankstelle nicht ins Konzept der Bundesgartenschau passe. Tanja Binder von der BUGA stellt auf Anfrage von MANNHEIM24 klar, dass sich die Esso-Tankstelle nicht auf dem BUGA-Gelände befindet. 

Die Esso-Tankstelle schließt am 14. Oktober.

Mannheim: Tankstelle muss Grünzug Nordost weichen

Ein Stadtsprecher bestätigt, dass der Pachtvertrag in diesem Jahr auslaufe. Mit der BUGA23 habe das aber nur bedingt zu tun. Vielmehr soll das Gelände den „Grünzug Nordost“ aufwerten. Die Pläne von 2014 sehen ein durchgehendes grünes Band (Größe: 230 Hektar) vom Neckar über die Vogelstangseen hinaus bis zum Käfertaler Wald vor.  

Und da kommt das Grundstück ins Spiel, auf dem fast 50 Jahre die Tankstelle stand: „Das städtische Grundstück kann aufgrund seiner exponierten Lage und seiner unmittelbaren Nähe zum Sportpark und dem Landschaftsschutzgebiet Feudenheimer Au eine Eingangsfunktion in den Sportpark bilden“, sagt Jan Krasko von der Stadt Mannheim. Allen Beteiligten sei klar gewesen, dass der Pachtvertrag über 2019 hinaus nicht verlängert werden könne. 

In Zukunft könnte es „ein Anziehungspunkt für Vorbeikommende bilden und damit das gesamte Areal aufwerten“, so Krasko. Dazu müsste die Anlage geräumt und unterirdische Tankbehälter entfernt werden – mögliche Altlasten eigeschlossen. Derzeit prüfe die Verwaltung mehrere Optionen für das Gelände, „inklusive einer Kleinarchitektur“. Diese wolle man mit den angrenzenden Sportvereinen diskutieren. Sobald die Pläne vorliegen, werde man diese vorstellen. 

rmx

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