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Mannheim: Becken am Wasserturm werden grunderneuert – So lange sprudeln die Fontänen nicht

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Von: Daniel Hagen

Wasserspiele vor dem Wasserturm am Friedrichsplatz in Mannheim.
Die Becken am Wasserturm werden grunderneuert. (Archivbild). © MANNHEIM24/Florian Römer

Mannheim - Die riesigen Becken und die spektakuläre Fontänenanlage am Wasserturm werden von der MVV grunderneuert. Nur noch bis zum 3. Oktober sprudelt‘s dort:

Die Jugendstilgebäude am Friedrichsplatz, der Wasserturm und die Kaskadenbecken mit der Fontänenanlage sind Wahrzeichen Mannheims und ein über die Stadtgrenzen hinaus bekanntes Kulturgut – und sollen es auch in Zukunft bleiben. Die letzten umfassenden Sanierungsarbeiten liegen rund 30 Jahre zurück. In einem Sachverständigen-Gutachten wurden nun die Schäden detailliert erfasst und bewertet. Dabei zeigte sich, dass eine umfassende Sanierung der Kaskadenbecken und der Fontänenanlage dringend erforderlich ist. Dies hat der Hauptausschuss der Stadt Mannheim Anfang März dieses Jahres beschlossen. Die Fontänenanlage am Wasserturm als Eigentum der Stadt Mannheim wird von der MVV Energie AG betrieben. 

StadtMannheim
BundeslandBaden-Württemberg
Einwohnerzahl310.658 (Stand: 31. Dez. 2019)
Fläche144,96 km²
OberbürgermeisterDr. Peter Kurz (SPD)

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Mannheim: Becken am Wasserturm werden grunderneuert

Da die Sanierungsmaßnahme witterungsabhängig nur während der üblichen Betriebszeiten der statt der Brunnenanlage zwischen Frühjahr und Herbst durchgeführt werden kann, beginnen die Arbeiten bereits am Montag (4. Oktober), und werden voraussichtlich im September 2022 abgeschlossen. Die Maßnahme erfolgt in enger Abstimmung mit dem Grünflächenamt, das bereits am Mittwoch (29. September), damit beginnt, die Pflanzen aus den Rabatten zu entfernen.

Die Mannheimer und die Besucher der Stadt können die Fontänenanlage noch bis Sonntag (3. Oktober 2021) bewundern. Das lässt sich perfekt mit dem verkaufsoffenen Sonntag verbinden, der auch an diesem Tag stattfindet. Die elektronisch gesteuerten Fontänen sind wochentags von 12 bis 14 Uhr sowie von 16 bis 23 Uhr in Betrieb, an den Wochenenden von 11 bis 23 Uhr. Mit dem Einschalten der Straßenbeleuchtung werden sie wochentags weiß, an Wochenenden und Feiertagen farbig beleuchtet.

Mannheim: Ab dem 4. Oktober wird das Wasser abgelassen

Am Montag (4. Oktober) wird dann auch das Wasser aus den Becken abgelassen, die Strahler und Düsen abgebaut, für den „verlängerten Winterschlaf“ vorbereitet und eingelagert. Gleichzeitig wird damit begonnen, die Bauzäune aufzustellen, sodass die Bauarbeiten planmäßig beginnen können. Zum Start der Bundesgartenschau 2023 wird die sanierte Fontänenanlage am Mannheimer Wasserturm dann wieder in neuem Glanz erstrahlen. Die Stadt putzt auch andere Bereiche für die BuGa groß heraus.

Geplant ist, das gesamte Rohrleitungsnetz mit einer Länge von 800 Metern auszutauschen. Dafür wird das runde Fontänenbecken, das mit 1.050 Platten abgedeckt ist, komplett ausgeräumt. Danach erfolgt eine neue Abdichtung auf dem Beckenboden. Auch der Beckenrand wird abgedichtet, indem die gesamte Granit-Einfassung demontiert wird und die Steine neu versetzt werden. Der Sandstein wird ebenfalls überarbeitet und alle Fugen ausgebaut und erneuert. Bearbeitet werden alle Wasserbecken innerhalb der Grünanlage rund um den Wasserturm mit einer gesamten Beckenfläche von 3.810 Quadratmetern. Einzige Ausnahme ist der Kleeblattbrunnen auf der Stadtseite des Wasserturmes.

Mannheim: Grunderneuerung wegen Bauschäden

Die gesamte Maßnahme findet unter Beachtung des Denkmalschutzes statt und wird durch ein qualifiziertes Team aus Steinmetzen und Restaurateuren nach Vorgaben der Fachplanung und der Denkmalschutzbehörde umgesetzt. Die Fachplanung erfolgt durch ein Planungsbüro für Baudenkmalpflege und für die Fontänenanlage im Rohrleitungsbau. Die Projektkoordination übernimmt die Netzgesellschaft der MVV Energie, MVV-Netze, im Auftrag des zuständigen Fachbereichs Bau- und Immobilienmanagement der Stadt Mannheim.

Die umfangreichen Bauschäden führen aktuell dazu, dass täglich gut 50 Kubikmeter aufbereitetes Wasser verloren gehen, das über eine Nachspeisung aus dem Trinkwassernetz ersetzt werden muss. Aufgrund einer ständigen Durchfeuchtung weist die gesamte Sandsteineinfassung starke Zerfallserscheinungen und Risse auf. Darüber hinaus sind die in der Anlage verlegten PVCRohrleitungen inzwischen sehr spröde, sodass sie ohne Vorwarnung platzen könnten. Bereits 2020 gab es einen größeren Leitungsschaden. (pm/dh)

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