Ehre, wem Ehre gebührt

Es geht los! Spatenstich für Seppl-Herberger-Platz

+
Die Fußball-Prominenz erweist Sepp Herberger beim Spatenstich die Ehre.

Mannheim-Waldhof - Es ist an der Zeit. Einer der berühmtesten Söhne Mannheims bekommt endlich eine eigene Gedenkstätte. Beim Spatenstich ist der Mythos der WM 1954 allgegenwärtig.

Es hätte wohl keinen besseren Rahmen geben können. Zwar ist kein „Fritz Walter-Wetter“, doch bei strahlend blauem Himmel versammelt sich am Samstag das „Who is Who“ der Fußballhistorie an der Waldhofschule in Mannheim, um einer echten Legende die Ehre zu erweisen - Josef „Seppl“ Herberger.

Es geht los! Spatenstich für Seppl-Herberger-Platz

Man mag es kaum glauben, doch es ist das erste Projekt, das die Bürgerinitiative Waldhof-West seit zirka zwei Jahren verfolgt, welches sich für eine Herberger-Gedenkstätte einsetzt.

Bisher gibt es in der Quadratestadt noch keinen Ort, der an den berühmten Sohn der Stadt, Sepp Herberger, den Weltmeister-Trainer von 1954, erinnert. 

Dies soll sich nun mit dem Seppl-Herberger-Platz vor der Waldhofschule, die der Mannheimer von 1903 bis 1907 selbst besucht hat, zwischen der Oppauer Straße und Jakob-Faulhaber-Straße ändern.

„Heute holen wir unseren Seppl heim“

Groß ist die Freude über die Umsetzung des Projekts vor allem bei Jürgen Kurtz, der sich für die Bürgerinitiative einsetzt.

„Heute holen wir unseren Seppl heim“, sagt Kurtz in Anspielung auf die Zeit, die der einstige Waldhof-Spieler Herberger beim Erzrivalen VfR Mannheim verbracht hat. Es hätte wohl auch keinen passenderen Zeitpunkt, als den heutigen Tag geben können. Schließlich hätte Herberger heute seinen 118. Geburtstag gefeiert.

Mythos Bern immer noch präsent

Ein ganz besonderer Gast an diesem Tag ist Horst Eckel, einer der beiden letzten noch lebenden Weltmeister von 1954. Es ist zu spüren, dass den 83-Jährigen eine gewisse Aura umgibt. Es ist die Aura, die die gesamte Mannschaft von 1954 geprägt hat und die noch heute die Menschen begeistert. 

Horst Eckel, einer der beiden noch lebenden Weltmeister von 1954.

„Gehen sie doch vor“, rufen mehrere Bürger Eckel zu, als Oberbürgermeister Dr. Peter Kurz vor den versammelten Gästen spricht. Doch die Fußball-Legende lehnt auch nach mehrmaligen Auffordern ab und hält sich im Hintergrund.

In Momenten, wie diesen wird deutlich, dass Eckel auch über 60 Jahre
nach dem „Wunder von Bern“ bescheiden und demütig geblieben ist. Eben genau die Eigenschaften, die die Heberger-Elf von damals so ausgezeichnet hat.

Die Fußball-Prominenz greift zur Schaufel

„Das Eckige muss in den Sand“, leitet DFB-Vizepräsident Eugen Gehlenborg den Spatenstich ein und formuliert eine der berühmtesten Sprüche Herbergers („Das Runde muss in das Eckige“) passend zur heutigen Veranstaltung um.

Die Fußball-Prominenz greift zur Schaufel.

Und dann geht es ran an die Schaufeln. Ob Trainerlegende Otto Rehhagel, ZDF-Moderator Dieter Kürten oder auch Waldhof-Kulttrainer Klaus „Schlappi“ Schlappner. Sie alle erweisen dem berühmten Sohn der Stadt Mannheim am Samstag die Ehre.

Der Seppl-Herberger-Platz, der im Stile eines Fußballstadions gestaltet wird, soll am 17. Juli 2015 eröffnet werden und auch dann wird sich die Fußball-Prominenz vor der Mannheimer Legende wieder verneigen. 

Mal schauen, ob Sepp Herberger dann sein geliebtes Fritz Walter-Wetter von oben bestellen wird.

nwo

Die Baustelle auf den Planken

Die Baustelle auf den Planken

Firebirds Burlesque Show im Capitol

Firebirds Burlesque Show im Capitol

Kommentare