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XXXL Mann Mobilia in Mannheim

99 Mitarbeiter in Mannheim freigestellt

Mann Mobilia-Skandal – Verdi empört!

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Mannheim-Vogelstang - Von heute auf morgen sind 99 Jobs in Mannheim futsch! Die Arbeit soll jetzt in Würzburg gemacht werden. „Das Verhalten ist schweinisch“, sagt die Gewerkschaft Verdi!

Ein Schock für 99 Verwaltungsmitarbeiter der Möbelhauskette XXXL in Mannheim – ihre Arbeitsplätze sind von heute auf morgen weg, sie wurden ohne Vorwarnung freigestellt. Die Arbeit soll künftig in Würzburg gemacht werden (WIR BERICHTETEN). 

XXXL Job-Angst bei Mann Mobilia!

Die Gewerkschaft Verdi ist empört! Vor dem Schritt am Montag hat es keinerlei Gespräche gegeben, betont Gewerkschaftssekretär Stephan Weis-Will. Erst als die Mitarbeiter am Montagmorgen ins Zentrallager und die Büros wollen der Schock: Security-Männer in XXXL-Bekleidung sowie der Geschäftsführung hindern sie daran, an ihren Arbeitsplatz zu gehen! 

Jetzt sollen rechtliche Schritte wie eine einstweilige Verfügung geprüft werden. „So einen Vorgang gab es noch nie“, so der Gewerkschaftssekretär.

Mehrere Standorte betroffen

Hintergrund sind Veränderungen beim Kundenservice, in der Logistik und Auftragsbearbeitung der Unternehmensgruppe, teilt das Unternehmen später mit. Betroffen sind nicht nur Mitarbeiter in Mannheim sondern auch in Eschborn und Wiesbaden. Die Auftragssachbearbeitung soll künftig in dem Unternehmenssitz in Würzburg stattfinden – es wurden bereits 60 neue Mitarbeiter eingestellt! Für die Mannheimer Mitarbeiter bleibt nur ein kleiner Trost: Es sollen Gespräche über einen Sozialplan geführt werden.

Warum die Mitarbeiter nicht früher informiert worden sind, erklärt ein XXXL-Sprecher folgendermaßen: „da es durch mögliche Gerüchte und Spekulationen zur Verunsicherung der Belegschaft hätte kommen können.“ Die Vorgehensweise der Arbeitgeberseite sei damit rechtlich nicht zu beanstanden und notwendig gewesen, um die Kundenerreichbarkeit zu gewährleisten. „Die Arbeitgeberseite hat aber Verständnis dafür, dass der bevorstehende Arbeitsplatzverlust die betroffenen Mitarbeiter belastet“, gibt der Unternehmenssprecher zu.

Bewerbung in Würzburg möglich

Betroffene Mitarbeiter können sich auf freie Stellen in Würzburg bewerben. Der Sprecher selbst hält eine tatsächliche Einstellung jedoch für unwahrscheinlich: „Dies wird aber in der Regel unrealistisch sein, weil in Mannheim viele Teilzeitkräfte beschäftigt waren, für die ein Umzug aufgrund des vergleichsweise niedrigen Gehalts nicht lohnenswert und aufgrund der familiären Verpflichtungen nicht möglich sein dürfte.

So etwas sei ihm in mehr als 20 Jahren Gewerkschaftsarbeit noch nicht untergekommen, sagte Weis-Will dazu. „Das Verhalten ist schweinisch“.

Die XXXL Unternehmensgruppe betreibt nach eigenen Angaben in Deutschland 37 Einrichtungshäuser mit insgesamt mehr als 10.500 Mitarbeitern. Das Unternehmen ist in acht europäischen Ländern aktiv und gehöre zu den größten Möbelhändlern der Welt.

dpa/mk

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