Tiervermittlung leicht gemacht

‚Adoptierstube‘ im Fressnapf: So viele Tiere haben schon ein neues Zuhause

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Filialleiter Heiko Zinn verweist auf die Tiervielfalt. Denn auch Hunde, Katzen und Co. können vorab beäugt werden.

Mannheim-Vogelstang - Seit Mai 2018 werden im Mannheimer ‚Fressnapf‘ Kleintiere vermittelt. Wie kommt das Konzept an? Die Bilanz nach drei Monaten:

Seit dem 3. Mai ist die Adoptierstube ein fester Bestandteil im Fressnapf-Markt Vogelstang. Hübsch anzuschauen, bietet die Stube Kleintieren eine Menge Platz, um sich auszutoben. 

Die Tiere aus dem Mannheimer Tierheim f ühlen sich sichtlich wohl. Doch mann soll ja bekanntlich gehen, wenn es am Schönsten ist. Das dachten sich auch viele der Vierbeiner, die bereits ein neues Zuhause gefunden haben. 

Hintergrund

In den USA ist es längst üblich, Tiere direkt im Zoofachhandel zu adoptieren. Warum also nicht auch in Deutschland? Das dachte sich auch Fressnapf-Gründer Torsten Toeller und holte in Kooperation mit lokalen Tierheimen und dem Tierschutzverbund sogenannte ‚Adoptierstuben‘ in die Märkte.

2013 eröffnete die erste Adoptierstube im Markt in Marburg, 2015 folgte Recklinghausen, 2016 München und jetzt – seit dem 3. Mai 2018 – endlich auch Mannheim! Im Gegensatz zu den USA, werden in diesen kleinen „Außenstellen“ des Tierheims keine Hunde und Katzen vermittelt, sondern ausschließlich Kleintiere wie Kaninchen oder Meerschweinchen. 

Alle Beteiligten freuen sich über diese besondere Kooperation zum Wohl der Tiere.

Welche Vierbeiner sind am beliebtesten?

Seit der Eröffnung der Adoptierstube wurden insgesamt 18 Kleintiere vermittelt. „Vor allem Zwerghasen und Meerschweinchen sind sehr beliebt“, berichtet Filialleiter Heiko Zinn. Mäuse werden dagegen nicht so gut angenommen. 

Und dennoch klingt bei dem Tierliebhaber Zufriedenheit an:„Wir sind sehr glücklich mit den bisherigen Vermittlungszahlen. Der Zulauf ist gut, das Interesse der Kunden sehr groß.“ 

Teils leere Boxen sollten nicht darüber hinwegtäuschen, dass es weiterhin viele Tiere gibt, die ein neues Zuhause suchen. Täglich können neue Vierbeiner eintreffen, die vielleicht nur auf Dich gewartet haben. Ganz so leicht ist der Weg zum neuen Haustier aber nicht...

Was zu beachten ist

Vorbeikommen, süß finden, mitnehmen? Nicht ganz. Die putzigen Nager sollen natürlich in gute Obhut entlassen werden

„Ein Gespräch mit dem Tierheim sowie eine Prüfung der häuslichen Umstände ist daher unerlässlich und wichtig. Wir wollen ja nicht, dass die Kleinen bald wieder im Tierheim landen“, so Heiko Zinn. 

Herrchen oder Frauchen müssen also erst zeigen, dass sie sich mit dem Wunschtier auskennen oder zumindest Lernbereitschaft zeigen. Optimal dafür sind die Beratertage. 

Dabei finden sich etwa alle zwei Wochen Mitarbeiter aus dem Tierheim in der Fressnapffiliale ein, die Dir bei allen Fragen mit Rat und Tat zu Seite stehen, Tips geben und vorab prüfen, ob du als Halter geeignet bist. Ein Besuch im Tierheim zur entgültigen Klärung ist dennoch unerlässlich. Doch das ist es ganz bestimmt wert. 

„Wer erfahren will, wann die fachkundigen Berater aus dem Tierheim wieder bei uns in der Filiale sind, kommt am besten direkt bei uns vorbei, fragt nach oder schaut an den Aushang vor der Stube,“ lädt der Filialleiter ein.

So kannst du deinen zukünftigen Vierbeiner schonmal beim Rumtollen zuschauen. Deinen Vierbeinern? Ja, denn alle Tiere werden nur im Paar oder als Zweittier zu einem bereits vorhandenen vermittelt. Ausgenommen sind nur Hamster

Die Vierbeiner warten auf dich. Ausführlich beraten wirst du etwa alle zwei Wochen.

Was du noch wissen musst

Natürlich werden alle Tiere vor der Adoptionsfreigabe tierärztlich untersucht und geimpft. Erst nach etwa einer Woche anschließender Beobachtung und Akklimatisierung in einem Quarantäneraum, geht es dann in die Adoptierstube. Hast Du deine neuen Haustiere gefunden und bist auch zur Haltung geeignet, kommt es zum unangenehmem Part, der Bezahlung

Aber keine Angst, teuer wird es nicht. Das Tierheim erhebt lediglich eine Schutzgebühr. Bei einem Zwergkaninchen 50, bei einem Hamster 10 Euro. Die Gebühr geht zu 100 Prozent ans Tierheim! 

Wem die ‚Kleinen‘ nicht reichen...

Du vermisst Hunde, Katzen und noch wildere Tiere? Kein Problem. Auch die findest du vor Ort. Zwar nur in Bildform, doch dann weiß Du schon wer dich im Tierheim erwartet. Warum die ‚Großen‘ nicht in der ‚Adoptierstube‘ zu finden sind? Weil sie nicht genügend Auslauf und keinen ausreichenden Rückzugsort hätten.   

chh

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