Wegen fahrlässiger Tötung 

Nach Horror-Crash auf A6: Todesfahrer (38) angeklagt!

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Lkw rast bei Mannheim-Sandhofen in ein Stauende – zwei Tote.

Mannheim/Viernheim - Nach einem schrecklichen Unfall sterben vor zwei Jahren auf der A6 zwei Menschen. Nun steht der Todesfahrer Marius-Ionel V. (38) vor Gericht. Die Anklage: 

Was war passiert?

Der 38-jährige war an einem Juni-Nachmittag vor zwei Jahren in seinem Lkw auf der A6 zwischen Dreieck Viernheim und Sandhofen unterwegs. 

An der Autobahnausfahrt Sandhofen kracht der Brummi in ein Stauende, schiebt einen Opel Corsa gegen einen Mercedes Atego und einen Toyota Aygo auf der linken Spur. 

Die beiden Insassen des Opels werden im Auto zerquetscht. Das Fahrzeug wird auf den Parkplatz eines ehemaligen US-Militärgeländes geschleppt. Dort werden die Leichen mit schwerem Gerät herausgeschnitten.

Lkw kracht in Stau-Ende! Zwei Menschen sterben in Opel

Der Unglücksfahrer und der Fahrer des Kleintransporters kommen mit leichten Verletzungen davon.

>>> Bilanz seit Mai 2015: Todesstrecke A6! Sieben Tote und Dutzende Schwerverletzte

Nun klagt die Staatsanwaltschaft den 38-jährigen Brummi-Fahrer Marius-Ionel V. wegen fahrlässiger Tötung an. Die Hauptverhandlung soll am Montag, den 9. Oktober 2017 im Amtsgericht Mannheim stattfinden.

So stellt die Staatsanwaltschaft den Horror-Crash dar 

Nach der Anklage der Staatsanwaltschaft Mannheim fuhr der Angeklagte mit seinem Sattelzug auf der Autobahn 6, in Höhe Mannheim-Sandhofen. Es habe sommerliche Witterung geherrscht, die Fahrbahn sei trocken gewesen. 

Vor Marius-Ionel V. seien ein LKW Mercedes Atego und ein Opel Corsa, besetzt mit zwei Personen, gefahren. Infolge eines Staus bremsen beide Fahrzeuge auf etwa 22 Stundenkilometer ab. Der Angeklagte habe dies nicht bemerkt und auch den erforderlichen Abstand nicht eingehalten.

Er sei ungebremst mit rund 90 Stundenkilometern auf das Fahrzeug aufgefahren. Die Sattelzugmaschine des Angeklagten habe das Auto auf den LKW geschoben und sei in den PKW eingedrungen. Der Corsa sei auf etwa ein Drittel seiner Länge zusammen gedrückt worden; die beiden Insassen wurden gegen das Armaturenbrett des Fahrzeuges gedrückt und erlitten tödliche Verletzungen. 

Infolge des Anstoßes der Sattelzugmaschine des Angeklagten wurden neben dem Opel Corsa auch der LKW Mercedes sowie ein weiterer Toyota erheblich beschädigt beziehungsweise zerstört. Die Insassen des Opel Corsa hätten erst nach Einsatz der Rettungsschere geborgen werden können. 

Bei der Hauptverhandlung sind fünf Nebenkläger zugelassen. Es sind zehn Zeugen und ein Kfz-Sachverständiger geladen.

pm/kp/rmx

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