Prozessauftakt am Landgericht

Im Schlaf fast erstochen! Opfer rettet sich mit letzter Kraft aus Alptraum-Wohnung

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Versuchter Mord im U-Quadrat? Prozessauftakt am Landgericht Mannheim.

Mannheim - Im Juni 2019 soll ein 22-Jähriger auf einen schlafenden Bekannten kaltblütig eingestochen haben. Im Februar beginnt der Prozess am Landgericht

  • Am 5. Juni 2019 soll in Mannheim ein 22-Jähriger auf einen schlafenden Bekannten mehrfach eingestochen haben
  • Das 24-jährige Opfer hat nur durch eine Notoperation überlebt
  • Am 9. Februar muss sich der Täter vor dem Landgericht Mannheim wegen versuchten Mordes verantworten

Im Juni 2019 erschüttert ein besonders brutales Verbrechen die Stadt Mannheim. Ein damals 22-Jähriger soll auf einen schlafenden Bekannten mehrfach eingestochen haben. Der junge Mann soll das 24-jährige Opfer in seine Wohnung im Quadrat U5 zum Übernachten eingeladen haben, um ihn dann in den frühen Morgenstunden des 5. Junis kaltblütig im Schlaf mit einem Messer abzustechen.

Beim Prozessauftakt am 6. Februar muss sich der junge Mann vor dem Landgericht Mannheim für seine Taten verantworten. Die Staatsanwaltschaft Mannheim fordert eine Verurteilung wegen versuchten Mordes. Insgesamt sind fünf Verhandlungstermine in Februar und März am Landgericht Mannheim angesetzt.

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Mannheim: Versuchter Mord im U-Quadrat? Was ist geschehen?

Am frühen Morgen des 5. Junis soll eine Anwohnerin in den Mannheimer Quadraten eine lautstarke Streiterei zwischen zwei Männern gehört haben, gefolgt von einem lauten Knall. Kurz nach 5:40 Uhr dann der Schock: Eine horrorfilmreife Blutspur zieht sich quer durch die U- und T-Quadrate. Beim Eintreffen der Polizei bewahrheiten sich die schlimmsten Befürchtungen der Beamten: Vom Quadrat T5 zieht sich die verschmierte Blutspur bis in das Treppenhaus eines Wohnhauses in U5.

Eine horrorfilmreife Blutspur zieht sich vom Treppenhaus bis auf die Straße.

Mannheim: Mit Messer auf schlafenden Bekannten eingestochen – war es versuchter Mord?

Der 22-jährige türkische Staatsbürger soll zuvor seinen 24-jährigen Bekannten eingeladen haben, „in seiner Wohnung in der Innenstadt von Mannheim zu übernachten“. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft Mannheim soll er dann gegen 5:15 Uhr „mindestens zehnmal heftig“ auf den schlafenden 24-Jährigen eingestochen haben. Dem Opfer gelang es, wie durch ein Wunder, aus der Wohnung zu flüchten. Nur eine Notoperation habe dem 24-Jährigen das Leben gerettet. Der mutmaßliche Täter wurde bei der Auseinandersetzung auch verletzt und musste in einem Mannheimer Krankenhaus behandelt werden, wo ihn die Kriminalpolizei Mannheim schließlich schnappt. Seitdem sitzt der dringend Tatverdächtige in Untersuchungshaft. Bisher sind die Hintergründe zur Tat nicht bekannt.

Mannheim: Versuchter Mord in den Quadraten?

Die Staatsanwaltschaft Mannheim argumentiert, dass der 22-Jährige „zumindest billigend in Kauf genommen habe, dass der 24-Jährige zu Tode kommt“. Außerdem soll er die „Arg- und Wehrlosigkeit des schlafenden 24-Jährigen ausgenutzt haben“. Daher fordert die Staatsanwaltschaft eine Verurteilung wegen versuchten Mordes. Sollten die Richter der Staatsanwaltschaft recht geben, droht dem Täter eine lebenslange Freiheitsstrafe.

mw

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