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Mannheim: Fusionen der Uniklinik – kommt jetzt der Neubau für 800 Millionen Euro?

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Von: Robin Eichelsheimer

Mannheim - Baden-Württembergs Forschungsministerin Theresia Bauer drängt auf eine Entscheidung bezüglich der Fusion der Mannheimer und Heidelberger Unikliniken – und macht eine klare Ansage:

Es soll ein Krankenhaus im Format der Berliner Charité werden und das Herzstück eines neuen Gesundheitsnetzwerkes von Wissenschaftseinrichtungen und Universitätskliniken in der Metropolregion Rhein-Neckar werden: das neue Klinikum Mannheim! Dazu sollen die Unikliniken Mannheim und Heidelberg fusionieren. Das Strategiepapier, das im Auftrag der Landesregierung Baden-Württemberg von den beteiligten Institutionen entwickelt wurde, wurde Mitte Oktober 2020 vorgestellt. Ziel des Bündnisses mit dem Namen „Heidelberg Mannheim Health and Life Science“ ist es, die medizinische Forschung und die Behandlung der Patienten weiter voranzubringen.

NameUniversitätsklinikum Mannheim
TrägerStadt Mannheim
GeschäftsführerHans-Jürgen Hennes und Freddy Bergmann
Gründung8. Juli 1922; 15. September 1997 (als gemeinnützige GmbH)

Die Fusion der Unikliniken Mannheim und Heidelberg sollte ursprünglich bis Januar 2022 umgesetzt werden, doch seit der Vorstellung des Strategiepapiers im vergangenen Jahr ist für die baden-württembergische Forschungsministerin Theresia Bauer zu wenig passiert. Die Grünen-Politikerin drängt nun auf eine Ansage des Landes – und hat klare Vorstellungen für den weiteren Fusions-Verlauf.

Universitätsklinikum Mannheim: Forschungsministerin fordert Neubau – kosten liegen bei über 800 Millionen Euro

Forschungsministerin Theresia Bauer machte nun ihren Standpunkt klar und setzt in der Debatte um die Fusion der Unikliniken Mannheim und Heidelberg auf einen Neubau des Mannheimer Klinikums. Der Neubau sei nötig – „egal, ob es ein kommunales Krankenhaus bleibt oder als Uniklinikum vom Land übernommen wird“, so Bauer gegenüber der „Stuttgarter Zeitung“.

Universitätsklinikum Mannheim
Das Universitätsklinikum Mannheim und das Universitätsklinikum Heidelberg sollen bis Januar 2022 fusionieren. © picture alliance / dpa

Die Kosten für den Neubau des Mannheimer Klinikums sollen sich laut Bauer auf mindestens 800 Millionen Euro belaufen. Die Forschungsministerin kritisiert, dass es vom Land bislang kein Signal zum weiteren Vorgehen gegeben hat, und drängt auf eine schnelle Grundsatzentscheidung bezüglich der Fusion der Mannheimer und Heidelberger Kliniken. „Alle Beteiligten sollen wissen, wohin die Reise geht - man kann sie nicht ewig ohne Ansage lassen“, so Bauer weiter. Ein weiterer Faktor: Je schneller gebaut werde, desto günstiger werde es.

Fusion der Mannheimer und Heidelberger Unikliniken – Vorbild Berliner Charité

Durch die geplante Fusion der Mannheimer und Heidelberger Unikliniken soll ein neues Krankenhaus im Format der renommierten Berliner Charité - quasi die Charité des Südwestens - mit über 3.300 Betten entstehen. Ziel ist es dabei, die Felder Gesundheitsversorgung, Forschung und Lehre enger zu verknüpfen und eine neue Leitindustrie zu begründen.

Das Land Baden-Württemberg hatte die beteiligten Akteure dazu aufgefordert, ihre Vorstellungen für die geplante Fusion auszuarbeiten. Es würde bei einer Realisierung des Vorhabens die Trägerschaft für das Mannheimer Klinikum von der Kommune übernehmen. Entstehen würde ab 2022 ein Krankenhaus der Maximalversorgung samt Gesundheitsallianz, das national und international konkurrenzfähig sein soll.

Kommt es zur Fusion, wäre das neue Krankenhaus in Mannheim mit 18.000 Beschäftigten der größte Arbeitgeber der Metropolregion. (rob/dpa)

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