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Mannheimer OB mit dringendem Appell an Bürger wegen Ukraine-Flüchtlinge

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Von: Eliran Kendi

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Mannheim hat die Plätze in Notunterbringungen ausgeweitet, dennoch droht eine Überlastung. Daher werden die Bürger gebeten, Ukraine-Geflüchtete in privatem Wohnraum unterzubringen.

Update vom 17. März: Ob GBG Halle Herzogenried oder Lilli-Gräber-Halle, die Stadt Mannheim versucht mit Hochdruck Unterbringungskapazitäten für ankommende Ukraine-Flüchtlinge zu schaffen. Trotzdem schließt Christian Specht, erster Bürgermeister, eine „kurzfristige Überlastung“ nicht aus. „Es ist davon auszugehen, dass viele weitere Menschen aus der Ukraine nach Mannheim kommen werden. Die Flüchtlingswelle ist hochdynamisch“, so Specht. Bis Donnerstag (17. März) haben sich 1.161 Personen aus der Ukraine in Mannheim bei der zentralen Erstanlaufstelle registriert.

StadtMannheim (Baden-Württemberg)
Fläche144,97 km²
Einwohnerzahl309.721 (Stand: 31. Dezember 2020)
OberbürgermeisterDr. Peter Kurz

Mannheim bittet Bürger um Aufnahme von Schutzsuchenden aus der Ukraine

Die Stadt Mannheim bittet auch diejenigen unter den Geflüchteten, die in Mannheim privat bei Bekannten oder Verwandten eine Bleibe gefunden haben, sich auf jeden Fall registrieren zu lassen.

Nach wie vor bleibt die private Unterbringung von Geflüchteten aus der Ukraine das vorrangige Ziel. „Wir erleben eine große Aufnahmebereitschaft der Mannheimerinnen und Mannheimer. Dafür möchten wir uns dem Dank, den Oberbürgermeister Dr. Peter Kurz ausgesprochen hat, anschließen. Bitte bleiben Sie weiterhin solidarisch. Stellen Sie den Schutzsuchenden auch für einen längerfristigen Aufenthalt ihre Unterkunft zur Verfügung. Wir möchten die Notunterbringung von geflüchteten Personen in Hallen, wo immer es möglich ist, vermeiden“, so die Leiter der Taskforce „Ukraine Hilft“, Dr. Jens Hildebrandt und Thomas Näther, zur Unterbringungssituation.

GBG Halle Herzogenried in Mannheim wird ab Samstag (19. März) für eine Belegung mit Ukraine-Geflüchtete vorbereitet (Archivfoto).
GBG Halle Herzogenried in Mannheim wird ab Samstag (19. März) für eine Belegung mit Ukraine-Geflüchtete vorbereitet (Archivfoto). © MANNHEIM24/Eliran Kendi

Mannheimer OB bittet um Hilfe – Ukraine-Geflüchtete brauchen Wohnraum

Erstmeldung vom 12. März: Seit Dienstag (8. März) ist die Jugendherberge Mannheim am Rheinufer die Erstanlaufstelle für Geflüchtete aus der Ukraine. Zugleich dient sie als vorübergehende Notunterbringung für Schutzsuchende. Die Stadtverwaltung Mannheim plant, die Ankommenden dort lediglich eine kurze Zeit zu beherbergen. Anschließend sollen die Menschen aus dem Kriegsgebiet in Mannheim weitervermittelt werden. Nach Angaben der Stadtverwaltung sind die Kapazitäten für eine vorübergehende Notunterbringung dort bereits seit Donnerstag (10. März) ausgeschöpft. Vor diesem Hintergrund mietet die Stadt aktuell für Geflüchtete zwei Wohnheime und ein Hotel an, sodass ein weiterer Wohnraum für knapp 140 Kriegsflüchtlinge zur Verfügung steht.

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Ukraine-Hilfe in Mannheim: Ausweitung der Plätze in Notunterbringung

„Wir stellen uns darauf ein, dass viele Menschen aus der Ukraine – insbesondere Frauen mit ihren Kindern, die zu uns kommen, innerhalb einer sehr kurzen Zeit, eine Bleibe benötigen werden. Für alle Beteiligten ist es selbstverständlich, dass wir alles in die Wege leiten, um dabei bestmöglich zu helfen. Dies ist unsere humanitäre Pflicht. Wir befinden uns in einer Ausnahmesituation“, sagt Oberbürgermeister Dr. Peter Kurz zur Ausweitung der Notunterbringungskapazitäten für Geflüchtete.

Die sogenannte „Taskforce Ukraine Hilfe“ prüft verschiedene Sport- oder Veranstaltungshallen in den Stadtteilen für eine mögliche Notunterbringung von geflüchteten Menschen. In einem ersten Schritt bereiten Feuerwehr, Technisches Hilfswerk und Sanitätsdienste die Lilli-Gräber-Halle in Friedrichsfeld für eine Notunterbringung von Ukraine-Geflüchteten vor, wenige Tage später die Sport- bzw. Kulturhalle Feudenheim und die GBG Halle Herzogenried. Mit diesen drei Hallen soll eine Belegungskapazität für bis zu 750 Menschen zur Verfügung stehen.

Orientiert an dem weiteren Bedarf an Unterbringungskapazitäten können weitere Hallen – gegebenenfalls auch sehr kurzfristig – folgen. Dies kann mit Einschränkungen für Bürgerinnen und Bürger, Schülerinnen und Schüler sowie für Vereine und Kultureinrichtungen verbunden sein. Die Stadtverwaltung will, dort wo es möglich ist, einen Ausgleich für diese Beeinträchtigungen finden.

Mannheim: Unterbringung von Ukraine-Geflüchtete – OB Kurz: „Bitte bei uns melden“

„Ich appelliere an alle, die geeignete Unterbringungsmöglichkeiten für Ukraine-Geflüchtete zur Verfügung stellen können: Melden Sie diese bitte bei uns an. Wir können die Geflüchteten mit ihren Kindern nicht auf Wochen in Notunterkünften unterbringen“, so Kurz.

Die Stadt beabsichtigt, die Angebote der Mannheimer Bürgerinnen und Bürger zu nutzen und die geflüchteten Familien oder Einzelpersonen von dort aus an private Unterkünfte zu vermitteln.

Falls Du kostenlos Wohnraum zur Verfügung stellen möchtest, kannst Du Dich online unter www.mannheim.de/unterbringungsangebot oder unter der bekannten Ukraine-Hilfe-Hotline (0621 293 3299) melden. Teile bitte mit, um welche Art von Wohnraum es sich handelt (privat/gewerblich/Mitbewohner) und wie viele Zimmer Du für welchen Zeitraum und für wie viele Personen zur Verfügung stellen kannst. Die Stadtverwaltung wird dann mit Dir in Kontakt treten. (PM/esk)

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