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Mannheim: Nach dem Tod eines Mädchens im Vogelstangsee – kommt ein Badeverbot?

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Von: Klaudia Kendi-Prill

Nach tragischen Badeunfällen: Kommt ein Badeverbot für den Vogelstang-See? (Archivbild) 
Nach tragischen Badeunfällen: Kommt ein Badeverbot für den Vogelstang-See? (Archivbild)  © MANNHEIM24/PR-Video/Priebe 

Mannheim - Nur wenige Tage, nachdem ein 6-jähriges Kind um ein Haar im Vogelstangsee ertrinkt, kommt für eine 8-Jährige jede Hilfe zu spät. Wird jetzt ein Badeverbot verhängt?

Am 17. Juni entrinnt ein 6-jähriges Kind im Vogelstangsee nur knapp dem Tod. Ein aufmerksamer Zeuge sieht es leblos mit dem Gesicht nach unten am Ufer treiben und ruft sofort nach Hilfe. Zwei Frauen eilen herbei und beginnen sofort mit den Reanimationsmaßnahmen. Nach zwei Minuten kann das Kind wieder selbstständig atmen und kommt zu sich. Die Rettungskräfte, die von den Zeugen alarmiert worden sind und nur kurze Zeit später am Unfallort eintreffen, übernehmen die weitere medizinische Versorgung des Kindes und bringen es anschließend zur weiteren Überprüfung in die Kinderklinik.

Ein 8-jähriges Kind wird am 19. Juni jedoch nicht rechtzeitig entdeckt. Bei einem Ausflug verliert eine Mutter ihr kleines Mädchen aus den Augen und meldet es kurze Zeit später als vermisst. Umgehend leitet die Polizei umfangreiche Suchmaßnahmen ein. Rettungstaucher finden das Kind schließlich leblos unter der Wasseroberfläche treiben. Ein Wiederbelebungsversuch scheitert – das Kind stirbt in einem umliegenden Krankenhaus. Die Ermittlungen der Kriminalpolizei dauern an. Jetzt sucht die Polizei mit Fotos nach Zeugen.

Mannheim: Kein Badeverbot am Vogelstangsee

Trotz dieser tragischen Vorfälle will die Stadt Mannheim kein Badeverbot am Vogelstangsee aussprechen. Es wäre unverhältnismäßig den Bürgern angesichts der coronabedingt eingeschränkten Bademöglichkeiten einen weiteren Ort zum Schwimmen und Abkühlen zu nehmen, so eine Rathaussprecherin gegenüber der rnz.

Die DLRG hätte derzeit keine Kapazitäten für eine Badeaufsicht am Vogelstangsee frei, zudem fehle es an einer entsprechenden Infrastruktur wie einen Rettungsturm. Der Vogelstangsee ist, wie auch der Rheinauer See, nicht eingezäunt – Baden kann man nur auf eigene Gefahr. Darauf weisen auch mehrere Schilder hin. Die Stadt appelliere an Eltern ihrer Aufsichtspflicht nachzukommen. (kp)

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