Forderung nach Schließung des Geheges

Wegen Pinguin-Klau! Tierschützer poltern gegen Luisenpark

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Einer der Pinguine in seinem Gehege im Luisenpark. 

Mannheim-Oststadt – Nach der mutmaßlichen ‚Entführung‘ eines kleinen Pinguins aus dem Luisenpark fordern die radikalen Tierschützer von PETA sogar ein Ende der Pinguin-Haltung!

+++UPDATE, Freitag, 3. März: Der heiß erwartete Pinguin-Obduktionsbericht durch zwei Tierärzte des Chemischen und Veterinäruntersuchungsamts (CVUA) in Karlsruhe hat nun ergeben: Mit hoher Wahrscheinlichkeit hat ein Raubtier den Pinguin getötet!+++

+++ UDPATE Donnerstag, 16. Februar: Der Pinguin wurde tot am Rande eines Parkplatzes gefunden. Die Polizei geht davon aus, dass der Täter sich des Tieres an der Fundstelle entledigt hat. Ob der junge Pinguin zu diesem Zeitpunkt noch lebte, ist nicht bekannt. Peta hat eine Belohnung von 1.000 Euro auf Hinweise zur Ergreifung des Täters ausgesetzt. +++

Während besorgte Tierfreunde in und um Mannheim um den offensichtlich entführten Humboldt-Pinguin aus dem Luisenpark trauern, stänkern die Tierschützer von PETA massiv gegen die Park-Verantwortlichen!

In einer am Mittwoch veröffentlichten Pressemitteilung poltert Peter Höffken, Fachreferent für Tiere in der Unterhaltungsbranche: „In vielen Zoos und Tierparks sind die Tiere den Besuchern schutzlos ausgeliefert, weil die Betreiber an notwendigen Sicherheitsvorrichtungen sparen. In Mannheim sind die Verantwortlichen wohl der Meinung, dass kein Tierpfleger oder Wachdienst anwesend sein muss, wenn Besucher auf der Anlage sind.“ 

Und als ob die Luisenpark-Verantwortlichen es nicht selbst bedauern würden, legt Höffken nach: „Das entführte Tier muss völlig verängstigt sein und unter hohem Stress stehen. Seine Überlebenschancen sind leider gering, wenn es nicht schnell wieder zu seinem Artgenossen zurückkehren kann.“ 

Unbekannter klaut Pinguin aus Luisenpark!

PETA kritisiert den lediglich hüfthohen Zaun um Gehege und Wasserbecken, der „kaum vor Übergriffen“ schützen würde und „gewissenlosen Besuchern erlaubt“, die Tiere anzufassen oder zu füttern. Außerdem sei der stromführende Draht nur nachts in Betrieb.

Laut Luisenpark-Sprecherin Alexandra Wind denkt die Geschäftsführung nach dem traurigen Pinguin-Diebstahl tatsächlich über eine Erhöhung des Zaunes sowie eine Videoüberwachung nach. 

Dennoch gehen die Tierschützer noch einen Schritt weiter, fordern vom Team um Park-Chef Joachim Költzsch die „Tiere besser vor den Besuchern zu schützen“. Auch die Beendigung der Pinguin-Haltung dürfe kein Tabuthema sein!

Laut PETA seien Tierdiebstähle aus Zoos keine Seltenheit: So hätten es Kriminelle speziell auf seltene Tierarten abgesehen haben, um diese gewinnbringend zu verkaufen. Auch im Zoo Dortmund verschwanden Ende Jahr 2015 zwei Humboldt-Pinguine. Die Mannheimer Polizei schließt einen gewerbsmäßigen Diebstahl auch nicht aus.

Auch würden immer wieder Tiere aufgrund falscher Nahrung große Schmerzen erleiden oder sogar sterben. Dieses Schicksal droht auch leider dem zehn Monate alten Pinguin (30 Zentimeter, vier Kilo), der auf viel Salzwasser und seine Vitamin-Präparate angewiesen ist, weil er ein schwaches Immunsystem hat (WIR BERICHTETEN).

Der schwarz-weiße Seevogel wird seit 11. Februar vermisst. Vermutlich hat ihn ein unbekannter Täter zwischen 8 und 15 Uhr aus dem Gehege geklaut! Beim Durchzählen zur Fütterung um 15 Uhr bemerkte der Tierpfleger das Fehlen des Pinguins mit der Flügelmarkierung 53 und dem implantierten Identifikations-Chip.

>>> Auf Parkplatz: HIER lag der getötete Pinguin!

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>>> Pinguin aus Luisenpark geklaut!

pek

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