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Mannheim: „Unfassbar grausam“ – brutale Tierquäler foltern Nutria zu Tode

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Von: Katja Becher

Eine Nutria frisst am Rande eines Tümpels (Symbolfoto)
Eine Nutria frisst am Rande eines Tümpels (Symbolfoto) © Dorothee Barth/dpa

Mannheim - Eine grausame Tat von Tierquälern schockt die Bewohner von Rheinau. Unbekannte haben eine zahme Nutria am Pfingstbergweiher zu Tode gequält.

Schockierende Tat am Pfingstbergweiher in Mannheim: Mit zertrümmertem Rückgrat wurde die im Stadtteil Rheinau bekannte, handzahme Nutria am Samstag am Pfingstbergweiher gefunden. Offenbar die brutale Tat von unbekannten Tierquälern, die die zutrauliche Biberratte so lange mit einem Gegenstand quälten, dass ein Jagdpächter sie letztendlich von ihren Schmerzen erlösen mussten. Jetzt hat die Tierrechtsorganisation PETA eine Belohnung ausgesetzt, um die unbekannten Täter zu finden.

Mannheim: Nutria am Pfingstbergweiher brutal zu Tode gequält – Polizei ermittelt

Einem Bericht der RNZ zufolge wurde die Nutria am Samstagnachmittag mit ausgeschlagenen Zähnen und zertrümmertem Kiefer und Rückgrat am Ufer des Pfingstbergweihers entdeckt. Die Täter nutzten den Angaben zufolge offenbar einen „stabilen Gegenstand“, um das Tier zu quälen. Diese Zutraulichkeit wurde dem Tier nun offenbar zum Verhängnis. Nach der brutalen Tat hat die Polizei die Ermittlungen wegen eines schweren Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz aufgenommen – Zeugen können sich unter 0621/83 39 70 melden.

Erst im Frühjahr 2021 wurde im Glücksteinquartier im Lindenhof erstmals eine zahme Nutria gesichtet, die auf den ersten Blick einem Biber ähnelt. Das Tierchen schien sich dort pudelwohl zu fühlen und wurde täglich von Spaziergängern mit Gemüse gefüttert. Ob es sich bei der Biberratte um das selbe Tier handelt, das nun in Rheinau zu Tode gequält wurde, ist nicht bekannt.

Mannheim: Nutria in Rheinau getötet – PETA setzt Belohnung für Hinweise aus

„Einem Tier die Zähne auszuschlagen und den Rücken und Kiefer zu zertrümmern ist unfassbar grausam. Die wehrlose Nutria hat unsägliche Schmerzen erlitten“, sagt Nadja Michler, Fachreferentin für Wildtiere bei PETA. Um die Suche nach dem Tierquäler zu unterstützen, hat die Tierrechtsorganisation eine Belohnung in Höhe von 1.000 Euro für Hinweise ausgesetzt. Zeugen sollen sich entweder bei der Polizei unter 0621/833970 oder unter 0621/833970 bei PETA direkt melden – auch anonym. Tierquälerei kann laut Paragraf 17 des Tierschutzgesetzes mit einer Geldstrafe oder einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren geahndet werden. (kab)

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