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Mannheim: Kampf gegen Parksünder – Diese Vergehen werden richtig teuer

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Von: Daniel Hagen

Eine Politesse läuft an Autos vorbei.
Die Stadt Mannheim geht härter gegen Parksünder vor. (Symbolfoto) © Bernd Wüstneck/dpa

Mannheim - Die Stadt geht härter gegen Parksünder vor. Dabei geht es vor allem um Fahrzeuge, die entgegen der Fahrtrichtung geparkt werden. Das steckt dahinter:

Wer in der Innenstadt von Mannheim oder in einem der Stadtteile schon einmal nach einem Parkplatz gesucht hat, ist mittlerweile Frust gewohnt. Da ist man dann über jede Lücke froh, die sich einem auftut – selbst, wenn sie auf der anderen Seite der Straße und damit gegen die Fahrtrichtung ist. Das könnte so manchen Autofahrer in Zukunft aber Geld kosten. Denn die Stadt Mannheim geht mittlerweile entschieden, gegen solche Parksünder vor. Doch warum ist das so?

„Zum Parken ist der rechte Seitenstreifen, dazu gehören auch entlang der Fahrbahn angelegte Parkstreifen, zu benutzen, wenn er dazu ausreichend befestigt ist, sonst ist an den rechten Fahrbahnrand heranzufahren. Das gilt in der Regel auch, wenn man nur halten will; jedenfalls muss man auch dazu auf der rechten Fahrbahnseite rechts bleiben“, heißt es in Paragraf 12 der Straßenverkehrsordnung. Sollten auf der rechten Seite aber Schienen liegen oder man sich in einer Einbahnstraße befinden, darf auch links geparkt werden.

NameMannheim
BundeslandBaden-Württemberg
Bevölkerung309.370 (2019) Eurostat
OberbürgermeisterDr. Peter Kurz (SPD)

Mannheim: Stadt darf bei Parksündern kein Auge mehr zudrücken

In Mannheim hat das Ordnungsamt bei dieser Regel in den letzten Jahren aber eher ein Auge zugedrückt – und dafür wohl Ärger bekommen. „Diese Vorgehensweise wurde zwischenzeitlich vom Verkehrsministerium Stuttgart bei uns und bei anderen Städten im Land beanstandet“, erklärt Désirée Leisner, Pressereferentin im Dezernat Sicherheit und Ordnung dem Mannheimer Morgen. Im Jahr 2020 hat das Land Baden-Württemberg im Rahmen der neuen StVO-Novelle eine konsequente Ahndung von Falschparkern gefordert.

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„Wenn regelmäßig mit der Ahndung von Verkehrsverstößen zu rechnen ist, ist es nicht mehr günstiger, ein Bußgeld zu riskieren. Insbesondere Parken im Haltverbot, auf Feuerwehrzufahrten und Verstöße mit Behinderungen und Gefährdungen anderer müssen konsequent verfolgt werden. Falschparken ist nicht nur gefährlich, sondern behindert oftmals auch den Verkehr mit umweltfreundlichen Verkehrsmitteln“, heißt es in einer Broschüre des Verkehrsministeriums Baden-Württemberg von Oktober 2020. Damit wird Parksündern der Kampf angesagt!

Mannheim: Parksündern droht Bußgeld

„Obwohl das Parken in falscher Richtung an sich gewöhnlich kein Verkehrshindernis darstellt, sollen durch das Verbot unnötige Rangiermanöver verhindert und damit die Sicherheit und Leichtigkeit des Verkehrs gewährleistet werden. Die Stadt Mannheim musste daher diese von unseren Außendiensten bisher meist geduldete und nicht reglementierte Art und Weise des Parkens auf Weisung des Verkehrsministeriums ändern“, sagt Désirée Leisner dem Mannheimer Morgen.

Das Verkehrsministerium Baden-Württemberg hat die Kommunen zudem noch dazu aufgefordert, die Spielräume bei Bußgeldhöhe auszuschöpfen. Da es sich beim Parken auf der falschen Seite um eine Ordnungswidrigkeit handelt, muss mit einem Verwarngeld von 10 bis 30 Euro gerechnet werden. Nicht wirklich teuer, aber vermeidbar. (dh)

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