Zahlen um nach Mannheim zu kommen?

„Wegzoll“ für Kunden: Handel nimmt Stellung zur Citymaut!

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Handel warnt vor Citymaut 

Mannheim/Stuttgart - Die Diskussion um eine mögliche Citymaut in den Quadraten geht heiß her. Nun meldet sich auch der Handelsverband zu Wort und nimmt Stellung:

Am Dienstag (3. Juli) fordert Städtetagspräsident und Mannheims Oberbürgermeister Peter Kurz mehr Spielraum für Kommunem im Kampf gegen Luftverschmutzung. „Die Handlungsfähigkeit der Städte und Gemeinden muss erweitert werden - auch auf Citymaut und Nahverkehrsabgabe", so der 55-Jährige in diesem Zusammenhang.

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Für die Einführung einer solchen Nahverkehrsabgabe, mit der etwa in Stuttgart geliebäugelt wird, wäre ein entsprechendes Landesgesetz erforderlich.

Scharfe Kritik vom Handelsverband

Der Handelsverband Baden-Württemberg reagiert mit scharfer Kritik gegen den Citymaut-Vorschlag von OB Kurz: „Damit legen wir den Grundstein für eine Art Wegezoll, den die Innenstadtbesucher und Kunden des Einzelhandels bezahlen sollen", erklärt Sabine Hagmann, Hauptgeschäftsführerin des Verbands, am Mittwoch (4. Juli) in einer Pressemitteilung. 

Die Branche sei unter anderem durch den zunehmenden Online-Handel stark unter Druck geraten. „Eine Citymaut wird zwangsläufig die Frequenz in den Innenstädten weiter verringern, dafür aber E-Commerce und damit weiter steigende Lieferaktivitäten in den Wohnbezirken befördern", so Hagmann. 

Was würde sich ändern? 

Bei einer Citymaut müssen Autofahrer zahlen, wenn sie in die Innenstadt fahren möchten. Eine Nahverkehrsabgabe bedeutet, dass bestimmte Personengruppen oder Organisationen eine festgelegte Abgabe bezahlen.

Dadurch wird der öffentliche Nahverkehr günstiger oder sogar kostenlos! Ziel ist es, dass so mehr Autofahrer auf Busse oder Bahnen umsteigen.

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dpa/jol

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