Stadt zufrieden mit Maßnahmen

Abgedreht! Weniger Lärmbeschwerden nach „Time Warp“

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Zwei Drittel weniger Lärmbeschwerden wegen der „Time Warp“.

Mannheim-Neuostheim – Mehr Drogen, weniger Lärm – so könnte die Bilanz zur „Time Warp“ lauten. Erfreulich, dass die Lärmschutzmaßnahmen der Stadt greifen: zwei Drittel weniger Beschwerden.

Wenige Tage nach dem umjubelten Techno-Festival „Time Warp“ am 2. April in der Maimarkthalle mit mehr als 16.000 Besuchern zieht die Stadt Mannheim Bilanz.

Und zeigt sich zufrieden mit der Wirkung der konsequent umgesetzten Lärmschutzmaßnahmen, da die telefonischen Beschwerden von Anwohner um mehr als zwei Drittel zurückgegangen sind.

Impressionen vom Dance-Marathon „Time Warp“

Hintergrund

Nach der „Time Warp“ am Oster-Samstag 2015 hagelte es Anwohner-Beschwerden wegen zu lauter Musik rund ums Bösfeld! Die Festival-Macher wurden daraufhin ins Rathaus ‚zitiert‘ und man einigte sich auf einem Maßnahmenkatalog.

Eine der Folgen: Die „Time Warp“ darf nicht mehr an Feiertagen stattfinden. Viel wichtiger jedoch ist das neue Lärmschutzkonzept: tagsüber herrscht ein maximaler Grenzwert von 60 dB(A), nachts zwischen 23 Uhr und 6 Uhr von nur 50 dB(A). 

Deshalb patroullierte der Fachbereich Sicherheit und Ordnung während des 18-stündigen Dance-Marathons mit einem unabhängigen Mess-Ingenieur, checkte vor Ort die Geräusch-Emissionen: 

Am frühen Sonntagmorgen mussten die Kontrolleure aufgrund konkreter Beschwerden tätig werden und einzelne Maßnahmen zum Lärmreduzierung veranlassen.

Der in den Nachtstunden ohnehin schon strengere Lärmgrenzwert – 50 statt der gesetzlichen 55 dB (A) – wurde laut Stadt „im Wesentlichen eingehalten“.

Dennoch müssen wir das Konzept für die kommenden Jahre noch weiter optimieren, um den Anwohnern ihren berechtigten Anspruch auf Nachtruhe zu ermöglichen“, so der Erste Bürgermeister und Sicherheitsdezernent Christian Specht (CDU)

Eines ist jedoch auch klar: Aufgrund der vehementen Techno-Bässe lässt sich speziell nachts ein gewisses Störpotenzial nicht vermeiden. 

Und auch nach der diesjährigen „Time Warp“ will man sich wieder konstruktiv zusammensetzen, um Optimierungsmöglichkeiten zu besprechen – auch hinsichtlich des alarmierenden Drogenkonsums.

Drogen & Waffen! Polizei filzt „Time Warp“-Besucher

Die Polizei hatte bei Kontrollen im Umfeld 1.892 Personen und 771 Fahrzeugen ‚gefilzt‘, 456 Strafverfahren eingeleitet – 330 davon wegen Rauschgiftdelikten

Mit Sorge betrachte ich insbesondere auch den erheblichen, inakzeptablen Drogenkonsum im Umfeld der Veranstaltung. Dieser schadet nicht nur der Gesundheit der Raver, sondern auch der Veranstaltung in ihrer Akzeptanz bei der Bevölkerung. Die Vorfälle in diesem Bereich gilt es bei künftigen Veranstaltungen deutlich zu dezimieren“, mahnt Sicherheitsdezernent Specht.

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pek

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