Mehr Videoüberwachung

Gläsernes Mannheim? 71 Kameras sollen 28 Orte überwachen

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Die Stadt will 71 Kameras an insgesamt 28 Standorten anbringen. (Symbolfoto)

Mannheim – Mehr Sicherheit durch mehr Überwachung? Das erhofft sich zumindest die Stadt Mannheim und will 880.000 Euro für Videoüberwachung ausgeben. Hier sollen Kameras hin:

Eigentlich wurde die Videoüberwachung in Mannheim schon im Jahr 2007 abgeschaltet. Lediglich der Willy-Brandt-Platz wird noch mit Kameras überwacht - wegen der hohen Kriminalitätsbelastung.

Doch jetzt will die Stadt insgesamt 880.000 Euro für Videoüberwachung ausgeben. An 28 Standorten sollen 71 Kameras installiert werden, um unter anderem „das Sicherheitsgefühl der Bürger zu verbessern“.

In einer Beschlussvorlage der Stadt Mannheim für die kommende Sitzung des Ausschusses für Umwelt und Technik am Donnerstag (19. Oktober) und der Gemeinderatssitzung vom 11. bis 13. Dezember ist festgehalten, was genau passieren soll:

Geplant ist, noch dieses Jahr 80.000 Euro für den Ausbau der Videoüberwachung auszugeben – 2018 sollen 800.000 Euro investiert werden.

Begründet wird diese Maßnahme mit dem „erheblichen Anstieg der Straßen- und Betäubungsmittelkriminalität“. Ziel sei es, an den Orten, die ein „überproportionales Kriminalitätsaufkommen“ aufweisen, mithilfe der Videotechnik die Straßenkriminalität einzudämmen.

Wo soll überwacht werden?

Als erster Ort ist der Bereich rund um den Bahnhofsvorplatz vorgesehen. Das Projekt soll im ersten Quartal 2018 realisiert werden – sollte der Ausschuss für Umwelt und Technik am Donnerstag zustimmen. 

Ab dem zweiten Quartal sollen die Kameras dann schrittweise an allen anderen geplanten Standorten angebracht werden. Installiert werden die Geräte vor allem an Dächern, Fassaden sowie an Straßenmasten. 

Die Standorte: 

  • In der Breiten Straße vom Paradeplatz bis zum Neckartor, inklusive Marktplatz
  • im Bereich des Alten Messplatz 
  • in der Fußgängerzone in den Quadraten O7/P7, dem sogenannten ‚Plankenkopf‘

Und wer soll das bezahlen?

Die Kameras selbst, deren Montage und die Anbindung der Standorte via Glasfaser bis zum Polizeipräsidium Mannheim bezahlt die Stadt. Die Technik-, Betriebs- und Unterhaltungskosten innerhalb des Polizeipräsidiums trägt die Polizei.

Allerdings sind die Kosten von 800.000 Euro nur geschätzt! Die genaue Summe kann erst nach „einer spezifischen Standortbetrachtung unter Würdigung der jeweiligen Infrastruktur und Vorstellungen der Gebäudeeigentümer“ berechnet werden.

Auch in Heidelberg werden ab 2018 der Bismarckplatz und der Bahnhofsvorplatz videoüberwacht.

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jab

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