Entwicklungspartnerschaft

Stadt Mannheim leistet Krisenunterstützung für Türkei

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Die Stadt Kilis bekommt die direkten Auswirkungen der Flüchtlingskrise zu spüren. (Symbolbild)

Mannheim - Die Stadt Mannheim geht eine Entwicklungspartnerschaft mit der türkischen Stadt Kilis ein, die unmittelbar von den Flüchtlingsströmen aus Syrien betroffen ist. 

Die Stadt Mannheim setzt ihr Engagement in der Krisenregion nahe Syrien fort und wünscht sich auch von anderen Kommunen einen stärkeren Einsatz bei der Flüchtlingshilfe. 

Wenn sich alle europäischen Städte in konkreten Partnerschaften mit Nordafrika und dem Mittleren Osten engagieren würden, wäre dies ein epochemachender Beitrag – tatsächlich, politisch und psychologisch", sagt Oberbürgermeister Peter Kurz (SPD) am Mittwoch beim Treffen mit Vertretern der türkischen Stadt Kilis

90.000 Einwohner – 130.000 Flüchtlinge

Der Ort ist aufgrund der Grenznähe stark von der Zuwanderung syrischer Flüchtlinge betroffen. In Kilis – einer Stadt mit regulär rund 90.000 Einwohnern – leben derzeit fast 130.000 Flüchtlinge

Mannheim hat Anfang 2017 eine Entwicklungspartnerschaft mit der Kommune geschlossen. Dort fehlt es insbesondere an Räumen zur Aus- und Weiterbildung der Flüchtlinge.

Bildung für Frauen

Ziel der Partner sei der Bau eines Berufsbildungszentrums in Kilis, sagt ein Vertreter der türkischen Stadt. Nach Fertigstellung sollen in dem Zentrum rund 700 syrische und türkische Frauen ausgebildet werden. 

Mit dem Bau soll noch in diesem Jahr begonnen werden. Ein stärkeres Engagement der Kommunen hatte Oberbürgermeister Kurz bereits im zuständigen Bundestagsausschuss angeregt: 500 europäische Städte sollten 500 Städte in Nahost und Nordafrika unterstützen.

dpa/gs

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