Franklin, Spinelli und Hammonds

Stadt Mannheim: Fortschritte in Flüchtlingsunterkünften

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In den Mannheimer Erstaufnahmeeinrichtungen soll sich einiges verbessern. (Symbolfoto)

Mannheim - In den Flüchtlingsunterkünften soll sich einiges ändern. Abgesehen von der Errichtung einer Polizeiwache sollen vor allem Beratungs- und Versorgungsstrukturen ausgebaut werden: 

„Schritt für Schritt gelingt es uns, gemeinsam mit Land, Regierungspräsidium, Polizei und Ärzteschaft wichtige Sicherheits-, Beratungs- und Versorgungsstrukturen in den Erstaufnahmerichtungen auf- und auszubauen“, informiert OB Kurz (SPD) am Mittwoch.

Beratung für Geflüchtete

Im Laufe des Februars will die Stadt beginnen, verschiedene Beratung- und Koordinierungsangebote in den Einrichtungen zu schaffen. 20 Mitarbeiter sollen diese Aufgaben übernehmen – direkt vor Ort auf den Kasernenflächen. Dazu gehört zum Beispiel die Beratung der Flüchtlinge zum Thema Bildung, Arbeit und Beschäftigung. Die Stellen werden drei Jahre lang durch das Land Baden-Württemberg gefördert.

Weitere 34 Stellen hat das Regierungspräsidium Karlsruhe im Bereich der Sozial- und Verfahrensberatung genehmigt. Mehrere Träger sind mit dieser Aufgabe betraut: Caritas, Diakonie, Freundeskreis Asyl Karlsruhe, AWO und das Gemeinschaftswerk Arbeit und Umwelt. Schwerpunkte dieser Beratung wird das Asylverfahren sein.

Supermarkt und Polizeipräsidium

In den nächsten Wochen soll außerdem ein kleiner Supermarkt im Columbusquartier im Benjamin-Franklin-Village eröffnen. So sollen die Bewohner der Unterkünfte unkompliziert Produkte des täglichen Bedarfs erhalten können. Ein Verkauf von Alkohol ist dabei nicht vorgesehen. 

Die Einrichtung einer Polizeiwache wertet der Oberbürgermeister als einen wichtigen Schritt. Laut aktuellen Planungen der Polizei soll die Wache eine Dienststärke von acht Beamten haben. Die Schwerpunkte der Polizeiarbeit liegen unter anderem im Bearbeiten von Ermittlungsersuchen anderer Dienststellen und der Durchführung von Streifen. 

Medizinische Versorgung

Ende 2015 hat das Regierungspräsidium Karlsruhe den ärztlichen Dienstleister „doc-to-rent“ mit der medizinischen Versorgung der Flüchtlinge in den Erstaufnahmeeinrichtungen neu beauftragt. Dabei konnten die hausärztlichen Sprechstunden vor Ort ausgebaut und gesichert werden. Seit Ende letzten Jahres werden außerdem auch Impfungen im Auftrag des Gesundheitsamtes durchgeführt. Dieses Angebot wird von den Geflüchteten dankbar angenommen. Die Ärzteschaft Mannheim hat außerdem einen Arbeitskreis „Flüchtlinge“ gegründet. 

Stadt Mannheim/kab

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