Gleichberechtigter Zugang zum Gesundheitssystem

Mannheim bringt Sprachenführer für Arztpraxen raus

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Mannheim bringt Sprachenführer für Arztpraxen heraus (Symbolfoto).

Mannheim - Die Stadt will einen Beitrag zur besseren Gesundheitsversorgung für Migranten leisten. Dafür gibt ein Mannheim einen Sprachenführer für Arztpraxen und Gesundheitsangebote heraus:

Beitrag zur Gesundheitsversorgung.

Die Stadt Mannheim bringt im August einen Sprachenführer für Arztpraxen heraus. Darin sind nach Fachbereichen sortiert Praxen aufgelistet und welche Sprachen die behandelnden Ärzte und die Praxisbeschäftigte sprechen. In der Liste sind Allgemeinmediziner, Fachärzten, Psycho- und Ergotherapeuten, Logopäden und Hebammen geführt.

Mit der Broschüre will die Stadt einen Beitrag dazu leisten, Sprachbarrieren abzubauen und Patienten mit Migrationshintergrund und Fachkräfte in Beratungsstellen aus dem Bereich „Migration und Integration“ praktisch zu unterstützen.

Der Zugang zu einer angemessenen gesundheitlichen Versorgung wird auf diese Weise erleichtert, da Menschen mit geringen Deutschkenntnissen ihre gesundheitlichen Beschwerden bzw. Fragen in der Muttersprache kommunizieren können. Damit erhöht sich wiederum der Behandlungserfolg für die Patientinnen und Patienten“, sagt Gesundheitsbürgermeisterin Dr. Ulrike Freundlieb.

Der Sprachenführer ist auf der Homepage des Fachbereichs Gesundheit abrufbar.

Hintergrund

Im Rahmen der Kommunalen Gesundheitskonferenz Mannheim, welche sich mit dem Schwerpunktthema „Gleichberechtigter Zugang zum Gesundheitssystem“ beschäftigt, wurde ein Bedarf nach Informationen zu den im Versorgungssystem gesprochenen Sprachen festgestellt. 

Im Jahr 2017 führte der Fachbereich Gesundheit eine Umfrage bei allen niedergelassenen Ärzten sowie weiteren Gesundheitsfachberufen durch, um die Sprachkenntnisse in den Praxen zu erheben. In dem aktuell herausgegebenen Sprachenführer wurden diejenigen Praxen aufgenommen, die ihre Daten zur Verfügung gestellt haben

Die Broschüre erhebt daher keinen Anspruch auf Vollständigkeit, eine Aktualisierung ist im Zweijahresrhythmus vorgesehen. Der Fachbereich Gesundheit erhofft sich eine große Resonanz auf den Sprachenführer und wünscht sich, dass auch andere Akteure des Gesundheitssystems motiviert werden, ihr Angebot in der Broschüre ebenfalls zu präsentieren.

pm/rmx

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