Universitätsklinikum Mannheim

Hygieneskandal – fahrlässige Körperverletzung?

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Mannheim - Patienten werfen fahrlässige Körperverletzung vor. Jetzt hat die Staatsanwaltschaft die Ermittlungen im Mannheimer Universitätsklinikum ausgeweitet.

Nach dem Hygieneskandal am Mannheimer Universitätsklinikum hat die Staatsanwaltschaft jetzt ihre Ermittlungen ausgeweitet. 

Geprüft wird nun auch der Verdacht der fahrlässigen Körperverletzung, erklärte ein Behördensprecher am Dienstag. 

Zwei Sportler hatten nach Operationen am Knie über Infektionen geklagt. Ein Heidelberger Arzt und Anwalt hatte diesen Umstand mit den Hygienemängeln in Verbindung gebracht und angezeigt. 

„Wir haben die zwei Sachverhalte dazugenommen und prüfen, ob sich da jemand strafbar gemacht hat“, kündigte der Behördensprecher an.

Im Hygieneskandal war der Druck auf das Uniklinikum zuletzt immer größer geworden. Am Donnerstag, den 23. Oktober, hatte Geschäftsführer Alfred Dänzer seinen Rücktritt eingereicht. 

>>> Rücktritt – Klinik-Chef zieht Konsequenz

Der Aufsichtsrat hatte angekündigt auch eine eigenständige Expertenkommission zusammenzustellen, um die Missstände aufzuarbeiten. 

Die Staatsanwaltschaft hatte OP-Besteck beschlagnahmt und auf Hygienemängel untersucht. Eine anonyme Anzeige hatte die Ermittlungen angestoßen.

>>>Ermittlungen im Universitätsklinikum 

dpa/mk

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