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Sport ohne Fitnessstudio? So kannst Du trotz Corona trainieren

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Von: Michael Watson

Mannheim - Personaltrainer und Ernährungsberater Erol Vizethum erklärt, wie man trotz geschlossener Fitnessstudios effektiv Sport treiben kann.

Traditionell ist der Januar der Monat der überfüllten Fitnessstudios: Die guten Vorsätze für das neue Jahr und die (weihnachtliche) Völlerei im alten Jahr drängen viele dazu, sich zum Sport aufzuraffen. Doch in diesem Januar bleiben die Fitnessstudios leer. Wegen der Coronavirus-Pandemie ist gemeinsames Schwitzen und Pumpen nicht erlaubt, was nun viele vor die Frage stellt: Wie kann ich meine guten Vorsätze für das neue Jahr umsetzen?

Im Gespräch mit Personaltrainer und Ernährungsberater Erol Vizethum (besser bekannt als Coach Erol) geht MANNHEIM24 dieser Frage auf den Grund. Denn gerade jetzt ist es wichtiger denn je sein eigenes Immunsystem zu stärken – und Sport und eine ausgewogene Ernährung sind dafür die Basis.

Sport in Mannheim: So kannst Du trotz Corona trainieren

Gute Vorsätze einhalten, sei in diesem Jahr „etwas schwieriger, aber man kann sie trotzdem durchsetzen“, erklärt Erol Vizethum im Gespräch mit MANNHEIM24. Sport sei immerhin nicht nur im Fitnessstudio oder im Verein möglich, sondern auch zu Hause oder an der frischen Luft. Eigengewichtübungen, Joggen oder Krafttraining mit kleinen Geräten seien durchaus sinnvoll und auch umsetzbar, so der 37-Jährige. Allerdings rät der Personaltrainer dazu, sich vorher einen Trainingsplan zu erstellen (oder erstellen zu lassen) und dranzubleiben: „Wenn Du wirklich etwas verändern willst, musst Du Dich zusammenreißen und Dich darum kümmern“, erklärt er. „Ohne Plan und ohne Ziel wirst du am Ende enttäuscht.

Doch wie lässt es sich ohne große Gerätschaften gut trainieren? Denn im Gegensatz zu Fitnessstudios sind die meisten Menschen zu Hause weniger gut ausgestattet. Immerhin benötigen Spin-Bike, Langhanteln, Kurzhanteln und der obligatorische Crosstrainer viel Platz und kosten eine Menge Geld. Doch ein gutes Training geht auch ohne diese kostenintensiven Gerätschaften, versichert uns Coach Erol. „Für den Anfang würde ich immer Resistance Bands empfehlen“, so der Personaltrainer. „Das kann man sich, wie ein etwas stabileres Theraband oder auch Theraband mit Griffen vorstellen.“ Solche Resistance Bands seien kostengünstig und würden auch nicht viel Platz wegnehmen; trotzdem ließe sich damit gut trainieren. „Aber bitte nicht einfach loslegen!“, warnt Vizethum ausdrücklich. „Auf gut Glück trainieren“ ist keine gute Einstellung, denn so seien Verletzungen vorprogrammiert. Es sei besser, sich im Vorfeld Rat von einem Profi zu holen oder sich bei verlässlichen Quellen im Internet zu informieren.

Training in Corona-Zeiten: Coach Erol – das musst Du bei Online-Kursen beachten

Wer im vergangenen Jahr nach Video-Sportkursen im Internet gesucht hat, wurde wahrscheinlich von der Masse überrumpelt: Muskeltrainings, Yoga, hochintensives Intervalltraining – für so ziemlich jede Sportart gibt es unzählige Videos. Allerdings seien viele dieser Online-Workouts mit Vorsicht zu genießen. Auch hier rät der Coach nicht unbedacht loszulegen, sondern sich vorher über die Videos – und insbesondere die Trainer – zu informieren: „Was kann der Trainer vorweisen? Wie sieht er oder sie selbst aus? Werden die Übungen gut erklärt? Und erklärt der Trainer, wie man Verletzungen vermeidet?“ Die meisten Online-Trainer seien auch in den sozialen Medien präsent. Vizethum empfiehlt deshalb: „Am besten schaust Du bei Instagram oder Facebook nach Rezensionen und entscheidest dann, ob dieser Trainer zu Dir passt.“

Doch bevor man sich ins Training stürzt, sollte man sich seinen eigenen Vorerkrankungen bewusst werden. Denn durch falsches Training können sich bestehende Fehlstellungen verschlimmern. Allerdings gelte dies nicht nur für das Trainieren zu Hause: „In vielen Fitnessstudios wird auch viel zu wenig überwacht. Oft helfen die Trainer nicht und gucken zu, wie falsch trainiert wird.“ Wer Bedenken hat sich beim Home-Training zu verletzen, dem rät Vizethum zu Live-Video-Trainings. „Beim Live-Training per Videokonferenz kann Dir der Trainer sagen, ob Du die Übung richtig ausführst oder nicht. Das ist bei den Video-Kursen auf YouTube leider nicht der Fall“, so Vizethum.

„Winners find a way – Losers find excuses“: Das ist der Lieblingsspruch von Coach Erol

„Winners find a way – Losers find excuses“: Das ist der Lieblingsspruch von Coach Erol. © Sthetics

Doch Coach Erol weiß auch, dass Video-Kurse, Live-Trainings oder Eigengewicht-Workouts nicht für alle sind. Diesen Menschen rät der Personaltrainer trotzdem: „Es geht nur darum: bewegt euch! Je länger wir zu Hause sind und uns nicht bewegen, desto schwächer wird das Immunsystem. Spazieren oder Walken an der frischen Luft sind besser als nichts.“

Personaltrainer aus Mannheim: Coach Erol und S-Thetics

Erol Vizethum betreibt seit 2013 das Fitnessunternehmen S-Thetics in Mannheim. Vom Training bis zum Ernährungsplan begleitete der verifizierte Personaltrainer und Ernährungsberater schon über 250 Kunden aus Mannheim und Umgebung zu ihrem Fitness-Ziel. Momentan bietet er über S-Thetics auch Live-Online-Trainings an, bei denen er die korrekte Ausführung von Übungen überwacht und seine Kunden auch stets motiviert. Auch seinen Montags-Kurs (High Intensity-Workout) bei den Black Scorpions Mannheim bietet er zu Pandemiezeiten virtuell an. (mw)

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