„Für die Allgemeinheit gefährlich“

Sohn will Vater im Pflegeheim töten: Bleibt Täter in Psychiatrie?

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Die Staatsanwaltschaft Mannheim stellt beim Landgericht einen Antrag zu einem Sicherungsverfahren. (Symbolfoto)

Mannheim - Der 26-Jährige versucht seinen eigenen Vater im Pflegeheim zu tötet! Ein Gutachten schätzt den Mann als „für die Allgemeinheit gefährlich“ ein. Doch ist der Mann überhaupt schuldfähig?

Am Abend des 19. Februar soll ein 26-Jähriger das Zimmer seines Vaters in einem Pflegeheim in Lindenhof betreten haben. Dort versucht er den 55-Jährigen, der im Rollstuhl sitzt, mit zwei Stichen im Halsbereich und einer Schnittverletzungen im Brustbereich zu töten! Dazu benutzt er einen scharfen Gegenstand. Der Vater überlebt den Angriff. Sein Sohn kommt in ein psychiatrisches Krankenhaus. Er behauptet, keine Erinnerungen an die Tat mehr zu haben.

Die Staatsanwaltschaft Mannheim stellt am Dienstag (17. Juli) einen Antrag beim Landgericht Mannheim für ein Sicherungsverfahren, da nach derzeitiger gutachterlicher Bewertung die Schuldfähigkeit des Beschuldigten zur Tatzeit möglicherweise aufgehoben war. Außerdem sei der 26-Jährige für die Allgemeinheit gefährlich und es seien „weitere erhebliche Taten von ihm zu erwarten“, heißt es in einer Pressemitteilung.

Mit dem Verfahren soll der 26-Jährige auf längere Zeit in dem psychiatrischen Krankenhaus untergebracht werden. Die Staatsanwaltschaft geht bei der Tat von versuchtem Mord und gefährlicher Körperverletzung aus. 

pm/dh

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