Sänger Ali Al-Deek

Empörung wegen Silvesterparty mit Assad-Anhänger: Mail-Flut trifft Stadt Mannheim!

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Symbolfoto

Mannheim - Der syrische Sänger und Assad-Sympathisant Ali Al-Deek will auf einer Silvesterparty auftreten. Doch das stößt auf jede Menge Kritik:

  • Der syrische Sänger Ali Al-Deek kommt für eine Silvesterparty nach Mannheim.
  • Der Auftritt stößt auf viel Kritik.
  • Stadt Mannheim erhält massenhaft E-Mails. 

Seit Sonntag (17. November) wird die Stadt Mannheim von E-Mails überflutet, alle sind mit dem gleichen Inhalt versehen: Der syrische Sänger Ali Al-Deek soll nicht an Silvester auftreten dürfen. Doch was hat es damit auf sich?

Am 31. Dezember ist in Mannheim eine private Galaveranstaltung geplant. Zwei Gastgeber aus Heidelberg laden dafür vier arabische Künstler ein – unter anderem Ali Al-Deek. Doch der Auftritt des syrischen Sängers stoßt landesweit auf Kritik – wie nun die Stadt Mannheim zu spüren bekommt.

Mannheim: Mail-Flut wegen Auftritt von Ali Al-Deek

Wie die Stadtverwaltung Mannheim dem SWR berichtet, gehen seit Sonntag unzählige Mails aus dem ganzen Bundesgebiet ein, alle fordern ein Auftrittsverbot. Bereits 1.300 E-Mails habe die Stadt Mannheim erhalten. „Texte und Aussagen des Musikers, soweit sie der Stadtverwaltung zugänglich und bekannt sind, stoßen auf unsere Ablehnung“, zitiert der SWR die Stellungnahme der Verwaltung. 

So huldigt der Sänger in seinem 4-minütigen Musikvideo „Ya Bashar“ den syrischen Machthaber Bashar al-Assad. In einem anderen Clip ist der 48-Jährige außerdem mit Soldaten des Assad-Regimes bei einer Parade zu sehen. Die Musikvideos des 48-Jährigen werden auf YouTube millionenfach geklickt.

Mannheim: Kritik wegen Auftritt von Assad-Anhänger

Die Stadtverwaltung Mannheim nimmt Stellung zu dem Auftritt und sagt gegenüber dem SWR, dass die Verherrlichung eines Regimes, das schwerste völkerrechtliche Verbrechen begangen habe, inakzeptabel sei. Allerdings sehe man derzeit keine rechtliche Grundlage, den Auftritt zu verbieten.

Ein Veranstalter der Silvesterfeier in Mannheim weist die Kritik zurück und erklärt, dass Ali Al-Deek in der arabischen Welt ein Star sei und man lediglich eine schöne Party haben möchte. Mit Politik wolle man nichts zu tun haben. Der syrische Sänger hatte bereits in der Vergangenheit in Deutschland aufgetreten, beispielsweise in Frankfurt.

Apropos Silvester: Die Deutsche Umwelthilfe fordert ein Feuerwerk-Verbot in Mannheim. Zum Jahreswechsel herrscht „ein regelrechter Ausnahmezustand“, heißt es in einer Mitteilung der DUH.

Der Baumarkt-Riese Hornbach setzt ein Zeichen für Tier- und Umweltschutz und streicht deshalb im kommenden Jahr die Silvesterkracher von seiner Verkaufsliste.

jol

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