Verhandlungen vertagt

Tarifstreit: Security-Mitarbeiter fordern mehr Lohn

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Vier von fünf Beschäftigten in der Branche bekommen Verdi zufolge nur die Mindestbezahlung von 9,74 Euro pro Stunde.

Mannheim – 7,5 Prozent mehr Gehalt fordert die Gewerkschaft Verdi für die rund 23.000 Mitarbeiter privater Sicherheitsdienste in Baden-Württemberg. Doch die Arbeitgeber sind stur:

Am Mittwoch beginnen in Mannheim die Tarifverhandlungen für rund 23.000 private Wach- und Sicherheitsleute in Baden-Württemberg – eine Einigung ist derzeit aber noch in weiter Ferne. 

Die Arbeitgeber wollen die Bezahlung der Beschäftigten nur um 1,7 Prozent verbessern. Verdi hingegen fordert ein Lohn- und Gehaltsplus von mindestens 7,5 Prozent. 

Ein so hohes Plus sei nicht machbar, sagt der Verhandlungsführer der Arbeitgeber, Albert Haber. „Unsere Kunden betrachten den Preis meistens als wichtigstes Kriterium - wenn wir hier überziehen, droht uns ein Auftragsverlust.“

Unternehmen fürchten Kundenverlust 

Verdi-Vertreterin Eva Schmidt verweist aber auf die positive Entwicklung der Branche. Eine Gehaltserhöhung von 7,5 Prozent hält sie für wirtschaftlich verkraftbar. Es geht um Wach- und Sicherheitspersonal auf Flughäfen, auf Werksgeländen, bei Sportveranstaltungen oder an Flüchtlingsheimen. 

Vier von fünf Beschäftigten in der Branche bekommen Verdi zufolge nur die Mindestbezahlung von 9,74 Euro pro Stunde. Auch mit Blick auf drohende Altersarmut fordert die Gewerkschaft daher das kräftige Lohnplus. DerBundesverband der Sicherheitstechnik argumentiert hingegen, bei deutlich höheren Preisen würden manche Kunden auf Alarmanlagen oder andere Technik umstellen und somit menschlichen Einsatz überflüssig machen. Die Verhandlungen gehen am 24. November in Mannheim weiter.

dpa/sag

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