Tier-Drama überschattet Saisonauftakt

Tod auf der Rennbahn! Pferd (8) stirbt bei Galopp

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Ein Rennen beim Badischen Rennverein in Mannheim-Seckenheim. (Archiv)

Mannheim-Seckenheim – Dramatisches Ende eines Pferderennens am Sonntag beim Badischen Rennverein: Im vollen Galopp stürzt ein achtjähriger Wallach, stirbt! Der traurige Fall:

Schreckliches Tier-Drama am Sonntagnachmittag beim „VR Bank Rhein-Neckar-Renntag“ auf der traditionsreichen Waldrennbahn des Badischen Rennvereins in Seckenheim...

Es sollte bei prächtigem Kaiserwetter und strahlendem Sonnenschein ein gelungener Start in die Saison und ein gesellschaftliches Highlight werden – doch es wurde zur Tragödie.

Denn wie das Fachmagazin GaloppOnline.de berichtet, stürzt im vorletzten Rennen des Tages, einem 3.200 Meter langen Jagdrennen um den Richard Grimminger-Gedächtnispreis (mit 7.500 Euro dotiert), der dunkelbraune Wallach (8) „North Germany“ und bricht sich in vollem Lauf das Genick!

Doch der tödliche Sturz noch in der frühen Phase des „Steeplechase“ (über natürliche Hindernisse) passierte nicht an einem Hindernis, sondern auf einem Flachstück, wie Rennverein-Präsident Holger Schmid gegenüber dem Rhein-Neckar-Fernsehen (RNF) betont. 

Wie ein Fotograf jedoch gegenüber MANNHEIM24 angibt, stürzte das Pferd direkt beim Sprung über das dritte Hindernis – vor seinen Augen: „Vor dem Hindernis lief es noch ganz normal. Wenige Meter vor dem Hindernis scheute es ein wenig, sprang nicht mehr richtig hoch. Beim folgenden Überschlag brach es sich dann wohl das Genick.

Das Rennen wurde vor rund 8.000 schockierten Tribünengästen kurz darauf abgebrochen! Die Reiterin Sonja Daroszewski (23) bleibt laut RNF glücklicherweise unverletzt, kam nur vorsorglich zur Untersuchung in ein Krankenhaus.

Nachdem die genaue Todesursache zunächst nicht klar war, steht inzwischen fest, dass das edle Pferd nicht etwa gestolpert ist, sondern mitten im Galopp einen Herzinfarkt oder Riss der Hauptschlagader erlitten hat!

Trotzdem Grund genug für die Tierschützer von PETA, einmal mehr zum Boykott jeglicher Pferdesport-Veranstaltungen aufzurufen!

Laut PETA-Angaben seien allein zwischen 2011 und 2013 in Deutschland mehr als 750 Pferde gestorben, die im Galopp- und Trabrennsport eingesetzt wurden.

Die „systematisch überforderten Pferde“ würden oft an einem Abriss der Hauptschlagader oder als Folge eines Sturzes sterben. Mit durch „von den Veranstaltern explizit geduldeten Peitschenschlägen“ würden die Pferde über ihre Leistungsgrenze hinaus angetrieben – dies verstoße gegen Paragraf 3 des Tierschutzgesetzes.

Bei Pferderennen werden die sensiblen Tiere zu Sportgeräten degradiert und bei Verletzungen oder Todesfällen einfach ausgetauscht. Der deutsche Pferderennsport ist eine auf Tierquälerei basierende Industrie. Für Geld und Prestige werden unzählige Pferde in den Tod geritten“, so Peter Höffken, PETA-Fachreferent für Tiere in der Unterhaltungsbranche. 

PETA/pek

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