Am Bahnhof Mannheim-Seckenheim

15.000 Volt! Bahn-Sprayer (22) wird durch Stromschlag total entstellt

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Auf dem Dach des Zuges findet man eine Tasche. Darin: Eine Spraydose und ein Notizbuch mit Zeichnungen. (Symbolbild)

Mannheim-Seckenheim - Der Sprayer ist auf gefährlicher Mission unterwegs – und zahlt einen teuren Preis. Als er vom Dach des Zuges springen will, kommt er gegen die Oberleitung:

Am Bahnhof Mannheim-Seckenheim kommt es am Sonntag (1. Juli) gegen 00:50 Uhr zu einem schweren Unfall. Nach bisherigem Ermittlungsstand springt ein 22-Jähriger aus dem Rhein-Neckar-Kreis am Bahnhof Weinheim unbemerkt von einer Brücke auf einen Wagen der Regionalbahn. 

15.000 Volt!

Auf dem Dach fährt er bis zum Bahnhof Mannheim-Seckenheim mit und will dort von der Bahn auf den Steig klettern. Beim Aufrichten kommt er zu nah an die Oberleitung. Plötzlich schießen 15.000 Volt durch seinen Körper. Er wird schwerst verletzt und fällt auf den Bahnsteig.

Währenddessen wundert sich der Zugfahrer, warum das Lämpchen des Hochspannungsalarms blinkt, der verhindert, dass der Zug weiterfahren kann. Glück im Unglück: Nur dadurch wird der Fahrzeugführer auf den Verunfallten aufmerksam und verständigt die Rettungskräfte.

Verbrennungen am ganzen Körper

Ein Notarzt übernimmt die Erstversorgung vor Ort. Der junge Mann erleidet schwerste Verbrennungen am ganzen Körper und ist lebensgefährlich verletzt. Er wird in eine Spezialklinik gebracht.

Auf dem Dach des Zuges findet man den Rucksack des 22-Jährigen. In diesem befinden sich Spraydosen sowie ein schwarzes Notizbuch mit diversen Zeichnungen.

Großaufgebot der Einsatzkräfte

Im Einsatz sind: Eine Streife des Bundespolizeireviers Mannheim, zwei Streifen des Polizeireviers Ladenburg, ein Einsatzzug der Berufsfeuerwehr Mannheim, ein Notarzt, zwei Rettungswagenbesatzungen und ein Notfallmanager der Deutschen Bahn.

pol/gs

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