Jugendliche wüten in Seckenheim und Oststadt

Supermarkt-Mitarbeiter verprügelt, Polizisten beleidigt

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Mannheim - In den Stadtteilen Seckenheim und Oststadt rasten am Donnerstagabend gleich mehrere Jugendliche völlig aus. Was sich die Halbstarken alles geleistet haben:

Da weiß man gar nicht so recht, wo man anfangen soll...

Am Donnerstagabend hat die Polizei alle Hände voll mit zwei unterschiedlichen Jugendgruppen zu tun.

Bei einem ersten Einsatz werden sie zu einem Supermarkt in der Seckenheimer Hauptstraße gerufen. Dort hatten zuvor zwei Halbstarke offenbar einen Ladendiebstahl begangen – anschließend betreten sie erneut den Lebensmittelmarkt und werfen Waren durch den Verkaufsraum. 

Als ihnen ein Angestellter Hausverbot erteilt, rasten die beiden völlig aus. Erst schlagen und treten sie auf einen 28-jährigen Angestellten und dessen 30-jährige Kollegin ein, danach spucken sie noch auf ihre Opfer.

Danach flüchten die beiden Teenies in Richtung Hammonds Barracks. Aufgrund der Personenbeschreibung kann einer der beiden Schläger schnell ermittelt. Der Begleiter des 15-Jährigen wird noch gesucht. 

Die Ermittler suchen nach einem jungen Mann/Jugendlichen, ca. 1,70 Meter groß mit kurzem Haar (mit blondem Herrendutt), bekleidet mit dunkelblauer Jeans und Kapuzenjacke, vermutlich Nordafrikaner.

Zeugen und Hinweisgeber können die Polizei unter 06203/9305-0 erreichen.

Gleich sechs bis acht weitere Jugendliche wüten gegen 21 Uhr am Hans-Reschke-Ufer in der Oststadt. 

Als sie am Fernmeldeturm aus einer Straßenbahn aussteigen, schlagen sie erst gegen die Scheiben der der Haltestelle und werfen anschließend mit Steinen aus dem Gleisbett auf die davonfahrende Bahn. 

Als ob das nicht genug wäre, werfen sie danach mehrere Steine auf die Terrasse eines Restaurants auf der gegenüberliegenden Seite – Personen werden dabei glücklicherweise nicht verletzt.

Anschließend werfen sie noch Steine auf zwei geparkte Autos.

Auch hier hilft den Beamten eine Personenbeschreibung von Zeugen: Wenig später können drei Jugendliche im Alter zwischen 13 und 15 Jahren an der Kurpfalzbrücke festgenommen werden.

Doch da ist das Ende der Fahnenstange noch lange nicht erreicht: Erst geben sie den Polizisten falsche Personalien an – als das auffliegt, beschimpfen die Jugendlichen aus Nordafrika die Beamten unter anderem als Nazis.

Nach dem Abschluss der polizeilichen Maßnahmen werden die Randalierer in die Obhut einer Kinderwohneinrichtung in Seckenheim übergeben.

pol/rob

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