Ausblick aufs laufende Jahr

Bilfinger mit hohen Verlusten im ersten Halbjahr

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Mannheim-Schwetzingerstadt - Die Krise beim Bau- und Dienstleistungskonzern Bilfinger hält weiter an. Konzernchef Utnegaard wagt einen Ausblick.

Die Zahlen bei Bilfinger rutschen weiter in den Keller. 

Nach hohen Verlusten im ersten Halbjahr 2015 wagt der Bau- und Dienstleistungskonzern seit Rücknahme der Prognosen wieder einen Ausblick.

Wie Konzernchef Per Utnegaard am Mittwoch mitteilte, dürfte die Leistung des laufenden Jahres bei 6,25 Milliarden Euro und damit etwa auf dem Niveau von 2014 liegen. Beim operativen Gewinn sieht es schon anders aus: Mit 150 bis 170 Millionen Euro liegt Bilfinger deutlich unter dem Vorjahreswert von 262 Millionen Euro – das dieses Jahr zum verkauf gestellte Kraftwerkgeschäft nicht eingerechnet. 

Während in diesem Sektor im Vorjahr noch einen Gewinn von 55 Millionen Euro verbucht werden konnten, ist die Bilfinger SE 2015 wegen hoher Abschreibungen auf das Kraftwerksgeschäft und Umbaukosten im ersten Halbjahr mit satten 439 Millionen Euro (!) in den roten Bereich gerutscht.

Erst im Juni hatte Utnegaard die Notbremse gezogen und die Sparte zum Verkauf gestellt. „Die notwendigen Veränderungen gehen wir entschlossen an: Wir werden unsere Profitabilität steigern, die Komplexität im Konzern reduzieren, Prozesse vereinfachen und die Kosten in allen Bereichen senken“, so der Konzern-Chef. Am 15. Oktober soll die neue Strategie vorgestellt werden.

dpa/rob

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