„Time for Tami“

Unheilbar krank – und bedingungslos optimistisch! Der unglaubliche Kampf von Tamara (30) aus Mannheim

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„Time For Tami“ sammelt Geldspenden für mehr Lebenszeit

Mannheim - Weil alle Krebs-Therapien bei Tamara ausgereizt sind, gibt ihr nur eine innovative Immuntherapie aus den USA noch mehr Zeit.  Wie auch Du helfen kannst:

Beste Freundinnen sind Tamara, Kiki und Sophia schon lange – ‚best friends forever’ bedeutet, dass eine Freundschaft auch mal schwere Zeiten überstehen sollte. Als traurigerweise ausgerechnet die lebenslustige Tamara (30), Spitzname ‚Tami‘, im April 2017 eine niederschmetternde Diagnose bekommt, unterstützen sie ihre besten Freundinnen und ihr großer Freundeskreis bei ihrem Kampf. Sophia ist es auch, die MANNHEIM24 über eine Aktion informiert. Eine befreundete Heidelberger Agentur hat erst am 25. Februar die wunderbare Webseite „Time For Tami“ online gestellt. 

Denn Tamara Prinz hat den aggressivsten Brustkrebs, den es gibt: ein Triple negatives Mammakarzinom (TNBK). Diese Krebsart zeichnet sich durch schnelleres Zellwachstum, häufigeres Streuen und gleichzeitig schlechtere Therapiemöglichkeiten aus. 

Tami ist gerade erst 30 Jahre alt geworden, lebt mit ihrem Partner Robin und den Katzen Miu und Ori im Stadtteil Almenhof – und ist unheilbar an Krebs erkrankt.

‚Time For Tami‘ sammelt Geldspenden für mehr Lebenszeit

Schockierende Krebsdiagnose kommt per Fax an ihre Mutter

Durch ein Fax bekommt Tamara Prinz die Diagnose mitgeteilt, die alles verändert: Brustkrebs

Schon ein Jahr zuvor wird eine Zyste festgestellt, die aber laut den Ärzten gutartig sein soll. Erst nachdem sie entfernt wird, bekommt die Studentin die Diagnose Brustkrebs. Der Krebs hat sich hinter zystischem Gewebe versteckt, wird auch bei der vorangegangenen Biopsie übersehen. 

Unfassbar tragisch: Tamis Mutter arbeitet dort in der Klinik, hält plötzlich als Erste das schockierende Fax mit der Diagnose ihrer einzigen Tochter in den Händen.

Weil Tamara so ein lebensfroher Mensch ist, so viel Rückendeckung von ihrem Partner Robin, den Freundinnen und dem großen Freundeskreis bekommt, lässt sie sich auch bei der nachfolgenden Behandlung nicht unterkriegen. 

„Time For Tami“ sammelt Geldspenden für mehr Lebenszeit

24 Chemotherapien und 25 Bestrahlungen gegen Krebs bleiben ohne Erfolg

Doch 24 Chemotherapien, zwei Operationen und 25 Bestrahlungen später sind alle klassischen Therapieformen ausgereizt. Die Studentin gibt aber nicht auf und informiert sich auf Ärztekongressen, in Selbsthilfegruppen und Fachbüchern. 

Leider alles ohne Erfolg: Kurz vor einer Asienreise, die einen Neuanfang darstellen soll, bekommt sie die niederschmetternde Botschaft: inoperable Metastasen in Leber, Lunge und Knochen.

Tami lebt mit Metastasen in Leber, Lunge und Knochen

Die Ärzte raten zu einer speziellen Therapie: einer ‚transarteriellen Chemoembolisation‘, die nachweislich die Lebenserwartung von Frauen mit Brustkrebs und Lebermetastasen verlängert. Das Verfahren wird jedoch nicht von Tamis Krankenkasse bezahlt. Die Mutter der Todkranken löst einen letzten Geldfond auf, um die Therapie zu bezahlen. Der Vater ist vor vier Jahren plötzlich verstorben.

Für eine weitere Therapie fährt Tami nun regelmäßig nach München: Dort versucht sie es mit einer neuartigen NK-Therapie. Natürliche Killerzellen werden ihrem Körper entnommen, im Labor angereichert, vermehrt und ihr nach drei Wochen wieder zurückgegeben. Damit soll das Immunsystem gepuscht werden. Kombiniert wird dies noch mit einer Tumor-Impfung, damit die Killerzellen den versteckten Krebs besser erkennen können. Für München hat sich Tami Geld geliehen, insgesamt kommt das Behandlungs-Paket auf 40.000 Euro. Doch diese Behandlung ist bezahlt, die Finanzierung steht.

Wofür genau sammelt Tami nun weitere Geldspenden? 

Ganz klar ist: Tamara kann nicht mehr geheilt werden. Die klassische Behandlung wäre eine weitere Chemotherapie. Dabei attestiert ihr das Nationale Tumorzentrum in Heidelberg eine Erfolgsaussicht von 10 Prozent bei maximal drei Monaten Wirkungszeit. 

Aber Tami möchte mehr als nur drei Monate leben. Sie möchte einfach noch etwas mehr Zeit mit ihrer Familie und Freunden verbringen. Daher ist ihre letzte Hoffnung eine innovative, aber teure Therapiekombination aus den USA, die bei den deutschen Krankenkassen allerdings noch nicht im Katalog aufgenommen ist. „Ich bin davon überzeugt, die meisten Studien gehen in diese Richtung“, so Tamara.

Der Wirkstoff heißt hier Durvalumab. Durvalumab ist ein monoklonaler Antikörper und ein PDL-1 Inhibitor. Wenn sich PDL-1 an PD-1 bindet, bewirkt dieser Mechanismus, dass Krebszellen demaskiert, also für das Immunsystem sichtbar werden. In den USA gibt es vereinzelt Frauen, die durch diese Therapie seit einigen Jahren in Remission sind, das heißt:mit der Krankheit leben

Tami in Instagram: „Ich wünsche mir nichts mehr als zu diesen #survivor zu gehören. Es kann aber genau so sein, dass die Behandlung nicht anschlägt. Meine nächste Kontrolle ist Ende März, dann wissen wir mehr.“  

Den Antrag auf Kostenübernahme hat die Krankenkasse kürzlich abgelehnt. Tamara hat bereits Einspruch erhoben. Ab sofort muss sie die riesige Summe von 8.000 Euro für eine Dosis der Therapie selbst aufbringen. Falls sie Wirkung zeigt, lenkt die Krankenkasse möglicherweise ein.

Nach Veröffentlichung der Webseite „Time for Tami“ 45.000 Euro eingegangen!

Tami hat die erste Behandlung schon bekommen und gut vertragen. Das ist ein gutes Zeichen. Eine kranke Freundin, die mit Fieberschüben reagiert hat, ist kurz darauf verstorben. 

Vor fünf Tagen hat Tami dann wieder auf das Spendenkonto geschaut und sich wahnsinnig gefreut: Darauf hat sich eine Summe von über 45.000 Euro angesammelt! Berührend findet sie auch, dass diese Summe aus so unglaublich vielen kleine Einzelbeträge besteht: Ganz viele 10 bis 20 Euro Spenden haben dazu beigetragen.

Tami sagt allen Spendern Danke: „Wahnsinn in seiner positivsten Form“

Damit ist ihre Behandlung für die nächsten vier Monate gesichtert! Tami sagt allen Spendern Danke: „Das ist der absolute Wahnsinn, ich bin einfach überwältigt! Vielen Dank!“ 

Sie möchte sich auch bei ganz vielen Spendern persönlich per Email bedanken. Auf Instagram postet sie: „WOW einfach nur WOW. Seit einer Stunde sitze ich hier und versuche in Worte zu fassen, was hier die letzten Tage passiert ist oder besser gesagt, was IHR seit dem Start des #fundraising#timefortami erreicht habt. Egal, was ich sagen will, es erscheint mir nicht angemessen. Wie könnte ich mich für diesen Wahnsinn in seiner positivsten Form auch nur angemessen bedanken?!!!“ 

Aus ihrem Blog und den vielen lieben Antworten zieht sie viel Kraft. Das Posten verschafft ihr eine wichtige Aufgabe. Im Moment geht es ihr gesundheitlich relativ gut. Nachdem sie wegen der Tumor-Schmerzen mit einem Morphium-Pflaster gut eingestellt ist, hat sie wieder etwas Sport gemacht: Mit Freundin Sophia ist sie zum Aqua-Fitness gegangen. Abgesehen davon, dass es mehr Sauerstoff in den Körper pumpt und die Krebszellen besser abtransportiert werden, erlebt sie gerade etwas mehr Lebensqualität.

Die zweite Dosis Durvalumab wird Tami am 8. März bekommen. Hoffen wir, dass die Behandlung wirklich bei ihr anschlägt und ihr noch etwas mehr Zeit zu leben gewährt.

>>> Hier kannst Du direkt per Paypal oder Überweisung spenden!

Eine gemeinnützige Organisation wird noch gesucht, damit auch Unternehmer spenden können.

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