Stand der Ermittlungen 

rnv-Ombudsfrau bestätigt Rassismus-Vorwürfe!

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Martin in der Beek (Geschäftsführung) und Rechtsanwältin Ruhan Karakul bei einer Pressekonferenz. (Archiv)

Mannheim - Nach schweren Rassismus-Vorwürfen eines Ex-Mitarbeiters hatte die rnv Opfer von Diskriminierung gebeten, sich zu melden. Das ist der Stand der Ermittlungen:  

Die Ombudsfrau, Rechtsanwältin Ruhan Karakul, berichtet der rnv-Geschäftsführung und dem Aufsichtsrat am Mittwoch erstmals über den Stand der Ermittlungen, die nach Bekanntwerden der Vorwürfe rassistisch und sexistisch motivierter Diskriminierung durch rnv-Mitarbeiter veranlasst wurden.

Die bisherige Erkenntnis: Mitarbeiter der rnv hätten eindeutig gegen den Wertekatalog und die Leitlinien des Unternehmens verstoßen und Aussagen formuliert, die für eine rassismusfreie Gesellschaft nicht tragbar sind.

Bereits in sechs Fällen hat die rnv deswegen personelle Konsequenzen gezogen. Drei Mitarbeiter wurden gekündigt, drei beurlaubt.

>>> Migrantenhetze und Hitlergruß: Nazi-Skandal bei RNV?

Hintergrund

Ende April 2017 war auf youtube belastendes Material eines ehemaligen Mitarbeiters des Unternehmens veröffentlicht worden. Die BILD-Zeitung hatte die schweren Vorwürfe des Mannes öffentlich gemacht. Eine Anzeige gegen den Ex-Mitarbeiter hat das Unternehmen mittlerweile zurückgezogen – die Aufklärung stünde im Vordergrund.

Die rnv Geschäftsführung hatte nach Bekanntwerden der schweren Vorwürfe Rechtsanwältin Ruhan Karakul als Ombudsfrau verpflichtet sowie Ernst & Young als externe Ermittler mit der Unterstützung bei der internen Klärung beauftragt.

Außerdem wurde eine Telefonhotline und eine Mail-Adresse freigeschaltet, wo Mitarbeiter, Kunden und Fahrgäste anonym Hinweise abgeben können. Alle Mitarbeiter der rnv wurden intensiv befragt.

„Wir lassen nichts ungetan, damit sowohl unsere Kolleginnen und Kollegen als auch unsere Kunden das Vertrauen in uns behalten“, so rnv-Geschäftsführer Martin in der Beek und Christian Volz. „Wir tolerieren definitiv keine rassistisch und sexistisch motivierte Diskriminierung. Aber es ist auch die Entlastung der Gesamtbelegschaft unser erklärtes Ziel – denn Verfehlung Einzelner dürfen nicht zu einer pauschalen Verurteilung aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter führen.“, erklärt Betriebsratsvorsitzender Stephan Fuhrmann.

pm/kab

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