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Brandstiftung „Altes Relaishaus“: Urteile sind gefallen!

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Von: Klaudia Kendi-Prill

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Das „Alte Relaishaus“ einen Tag  nach dem verheerenden Brand. © MANNHEIM24

Mannheim-Rheinau – Etwas mehr als ein Jahr nach dem verheerenden Brand im denkmalgeschützten „Alten Relaishaus“ sind am Dienstag nun die Urteile gefallen:

Am Donnerstag, 20. Oktober, fordert die Staatsanwaltschaft vor dem Landgericht Mannheim eine lange Haftstrafe für den hochverschuldeten 46-jährigen Peter M. – elf Jahre wegen schwerer Brandstiftung und versuchten Betrug! 

Er sitzt gemeinsam mit Heinz-Dieter W. (66), Michel D. (22) und Laura H. (22) auf der Anklagebank, die er im Zuge seines perfiden Plans als Komplizen angeheuert haben soll.

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Während Heinz-Dieter W. als Vorbereiter des Infernos für sieben Jahre ins Gefängnis soll, drohen dem eigentlichen ‚Zündler‘ Michel D. zwei Jahre auf Bewährung gemäß Jugendstrafrecht. Ihm, dem Bewohner der Dachgeschosswohnung im Relaishaus, kommt dabei zugute, dass er maßgebliche Informationen zur Aufdeckung des Verbrechens beigesteuert hat. Beide Männer hatten bereits zum Prozess-Auftakt gestanden (WIR BERICHTETEN).

Das Urteil

Am Dienstag den 25. Oktober fällt das Urteil im Landgericht. Der Hauptangeklagte Peter M. muss für acht Jahre ins Gefängnis, Heinz Dieter W. erwarten 5 Jahre Haft, Michael D. erhält eine Jugendstrafe von zwei Jahren auf Bewährung, und Laura H. 1 Jahr und drei Monate auf Bewährung.

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Bei dem Brand war ein Schaden von 250.000 Euro entstanden, Peter M. soll aber bei seiner Versicherung versucht haben, 500.000 Euro ‚herauszuschlagen‘. Fraglich bleibt, ob er Jahre zuvor auch den Brand seines Kiosk am Karlsplatz geplant haben soll. Dies habe er Michel D. anvertraut, wie dieser verlesen ließ.

>>> Hier geht‘s zu unserer Sonderseite zum Thema Brand im Alten Relaishaus

pek/kp

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