Mutter nicht dabei 

Nach Fund von Baby-Leiche: Erste Ergebnisse der DNA-Untersuchung liegen vor

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Ein Passant hatte das tote Baby am 12. Januar im Pfingstbergweiher entdeckt.

Mannheim-Rheinau  - Knapp vier Monate nach dem Fund einer Baby-Leiche in Mannheim liegen den Behörden erste Ergebnisse einer DNA-Untersuchung vor. 

„Ein Teil der Speichelproben ist ausgewertet. Bei den Ergebnissen, die derzeit vorliegen, kann ausgeschlossen werden, dass die Mutter des Kindes dabei ist“, sagte ein Sprecher der Polizei. Allerdings stünde ein Teil der Ergebnisse noch aus. 

„Das sind aufwendige Untersuchungen“, betont der Sprecher. Ein Passant hatte das tote Baby am 12. Januar in einem See entdeckt. Im März waren rund 400 Frauen in Mannheim einem Aufruf der Polizei zum freiwilligen DNA-Test gefolgt. Dabei wurde mit einem Wattestäbchen aus dem Mundraum Speichel entnommen. 

Fotos: Babyleiche in Pfingstbergweiher gefunden

Insgesamt hatte die Polizei Briefe an etwa 900 Frauen im Alter zwischen 14 und 35 Jahren verschickt, die im Süden der Stadt wohnen. Die Ermittler überprüften später auch Frauen, die nicht zum Test gekommen waren. Sie erhoffen sich von dem Test Hinweise, die zur Mutter führen. 

„Über weitere Schritte wird beraten, wenn alle Ergebnisse vorliegen“, sagt der Polizeisprecher. Nach wie vor seien die Behörden auf Tipps aus der Bevölkerung angewiesen. 

Auf der Suche nach Hinweisen hatte die Polizei in den vergangenen Wochen auch einen Videoclip veröffentlicht und Flugblätter verteilt. Ein Fußgänger hatte den leblosen Körper des Mädchens am 12. Januar in einem Weiher entdeckt.

Den Ermittlungen zufolge lag die Leiche schon einige Tage im Pfingstbergweiher. Bei der Geburt habe das Kind gelebt, hieß es. Zur Todesursache machte die Polizei keine Angaben. An dem Fall arbeitet eine Sonderkommission.

dpa/kp

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