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Mannheim: Mann (†28) bei Streit getötet – Saufkumpan (30) filmt die Horror-Tat

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Von: Peter Kiefer, Eliran Kendi

Dramatischer Unfall am Adventswochenende bei Bad König (Symbolfoto).
Tatverdächtiger (23) soll Mann (†28) getötet haben. Umstände der Tat machen fassungslos (Symbolfoto). © picture alliance/Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Mannheim - Ein Verbrechen am Samstagfrüh (17. April) schockiert die Einwohner im Stadtteil Rheinau. Ein 28-Jähriger stirbt nach einem Streit; erste Details offenbaren Fürchterliches.

Update vom 19. April: Nach dem tödlichen Streit in Rheinau hat die Staatsanwaltschaft Mannheim Haftbefehl gegen einen 23-jährigen Mann mit deutscher Staatsangehörigkeit erlassen. Dieser soll im dringenden Tatverdacht stehen, am Samstagmorgen (17. April) einen 28-Jährigen getötet zu haben. Jetzt haben Polizei und Staatsanwaltschaft erste Ermittlungsergebnisse zum Ablauf der Tat veröffentlicht. In einer Pressemitteilung wird angegeben, das Opfer habe den Tatverdächten und einen weiteren 30-jährigen Mann aus einer Gemeinde des Rhein-Neckar-Kreises zum Trinken in den Keller eines Mehrfamilienhauses im Stadtteil Rheinau eingeladen. Während des Trinkgelages geraten der Tatverdächtige und das spätere Opfer aus bislang unbekannten Gründen in Streit, der letztendlich für den 28-Jährigen tödlich endet.

Nach der Tat flüchtet der 23-Jährige und wurde noch am Samstagvormittag gegen 8:30 Uhr in Wiesloch festgenommen. Er soll sich zum Psychiatrischen Zentrum Nordbaden (PZN) begeben haben, um dort aufgenommen zu werden. Bei einer Alkoholüberprüfung wird beim Verdächtigen ein Wert von über 1,3 Promille festgestellt. Bereits am Sonntagvormittag ist er dem Ermittlungsrichter vorgeführt worden, der dann einen Haftbefehl wegen des Verdachts des Totschlags erlassen hat.

Den Ermittlungen des Kriminalkommissariat Mannheim zufolge, ist das Opfer „durch Gewalteinwirkung auf den Hals erstickt“. Doch damit nicht genug! Auch gegen den 30-Jährigen, wird wegen des Verdachts der unterlassenen Hilfeleistung ermittelt. Und nicht nur das: Er soll die Auseinandersetzung und das tödliche Geschehen sogar mit seinem Handy gefilmt haben, ohne den 23-Jährigen von der schrecklichen Tat abzuhalten. Darüber hinaus soll er dem Toten den Geldbeutel entwendet haben. Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Mannheim und des Kriminalkommissariats Mannheim dauern an.

StadtMannheim
StadtteilRheinau
Fläche15,28 km²
Einwohnerzahl24.982 (Stand: 31. Dez. 2015)
OberbürgermeisterDr. Peter Kurz (SPD)

Mannheim: Mann (28) nach Streit tot – Verdächtiger stellt sich bei Psychiatrie

Erstmeldung vom 17. April: Große Aufregung am frühen Samstagmorgen (17. April) im Mannheimer Stadtteil Rheinau: Unzählige Streifenwagen sind unterwegs gewesen, am Himmel ist ein Polizeihubschrauber gekreist. Was ist passiert? Wie die Staatsanwaltschaft Mannheim und das Kriminalkommissariats des Polizeipräsidiums Mannheim in einer gemeinsamen Presseerklärung mitteilen, ist „mit allen verfügbaren Kräften“ nach einem namentlich bekannten Mann gefahndet worden, der nach einem tödlichen Streit mit einem 28-Jährigen geflüchtet war.

Diese folgenschwere Auseinandersetzung hat sich kurz nach 6 Uhr im Keller einer Rheinauer Wohnung zugetragen. Zeugen hatten die Polizei wegen des eskalierenden Streits alarmiert. Doch als die sofort ausrückenden Einsatzkräfte am Tatort eintreffen, konnte der 28-jährige nur noch leblos angetroffen werden. Trotz sofortiger Reanimation ist der Mann noch vor Ort verstorben. Die genauen Umstände seines Todes sind derzeit noch unklar.

Mannheim-Rheinau: Tatverdächtiger stellt sich nach Flucht in Psychiatrie Wiesloch

Die Staatsanwaltschaft Mannheim und das Kriminalkommissariat Mannheim haben die weiteren Ermittlungen übernommen. Die Zentrale Kriminaltechnik der Kriminalpolizeidirektion Heidelberg ist zur Spurensicherung im Einsatz.

Das Psychiatrische Zentrum Nordbaden in Wiesloch
Das Psychiatrische Zentrum Nordbaden in Wiesloch. (Archivfoto) © HEIDELBERG24/Robin Eichelsheimer


Um 8:30 Uhr konnte der Tatverdächtige schließlich in Wiesloch festgenommen werden. Er hatte sich an der Pforte des dortigen Psychiatrischen Zentrums Nordbaden vorgestellt, wo er von einer Polizei-Streife festgenommen wurde. Die Ermittlungen dauern an, mit weiteren Ergebnissen ist nicht vor Montagnachmittag zu rechnen. (pol/pek)

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