In Betriebshalle am Rheinauhafen 

Missgeschick mit Folgen: 400 Liter Gefahrgut ausgelaufen! 

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Ein Arbeiter befördert auf einem selbst fahrenden Hubwagen in einer Lagerhalle Langgut, als ihm das Missgeschick passiert. (Symbolbild) 

Mannheim-Rheinau – Am Freitagvormittag passiert einem Arbeiter in einer Betriebshalle am Rheinauhafen ein Missgeschick. Die Folge: 400 Liter Gefahrgut laufen aus! 

In der Betriebshalle einer Spedition im Mannheimer Rheinauhafen ereignet sich am Freitag gegen 10:45 Uhr ein Gefahrgutunfall. Ein 42-jähriger Arbeiter ist gerade dabei auf einem selbst fahrenden Hubwagen in einer Lagerhalle Langgut zu befördern. Doch dann passiert ihm das Missgeschick: Mit den Stangen beschädigt er einen auf einer Palette stehenden Kunststofftank, in dem sich etwa 1000 Liter Gefahrgut (Essigsäureanhydrid) befinden. 

Doch ein Staplerfahrer schaltet schnell und versucht das Auslaufen der Säure zu verhindern: Mit seinem Stapler kippt er den Tank zur Seite, so dass sich die beschädigte Stelle des Tanks nun an der Oberseite befindet.

Trotzdem laufen etwa 400 Liter des Gefahrguts aus dem Tank aus. Der beschädigte Behälter muss erst in eine Betgewanne gehoben werden und die alarmierte Feuerwehr bindet das ausgelaufene Gefahrgut ab.

Auf Anordnung des Haupthafenmeisters wird aufgrund der Explosionsgefahr während der Bergungsmaßnahmen das Hafenbecken 22 für die Schifffahrt gesperrt. Anschließend wird die Lagerhalle von einer Spezialfirma gereinigt. Die restlichen 600 Liter des Gefahrguts werden in einen anderen Tank umgepumpt. 

Glücklicherweise wird bei dem Unfall niemand verletzt. Zur Bewältigung des Einsatzes waren neben der Wasserschutzpolizei Mannheim und den Mannheimer Feuerwehren auch ein Rettungswagen und Notarzt vor Ort. 

pol/kp

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