Versicherungsbetrug?

‚Relaishaus‘-Brand: Besitzer und Komplizen angeklagt!

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Am 21. Oktober 2015 steht das ‚Alte Relaishaus‘ lichterloh in Flammen. 

Mannheim-Rheinau - Das denkmalgeschützte Gebäude des ‚Alten Relaishauses‘ ist einsturzgefährdet, durch den Brand schwer beschädigt. Jetzt werden die mutmaßlichen Täter zur Verantwortung gezogen:

Am 21. Oktober 2015 steht die Gaststätte ‚Altes Relaishaus‘ am frühen Morgen lichterloh in Flammen. Das denkmalgeschützte Gebäude wird durch den Brand so stark beschädigt, dass Einsturzgefahr besteht...

>>> ‚Altes Relaishaus‘: Feuer zerstört denkmalgeschütztes Gebäude

Relaisstraße: Großeinsatz für Feuerwehr

Brand im „Relaishaus“: Der Tag danach!

Mehr als fünf Monate später steht das teilweise abgebrannte Gebäude noch immer von Schutzplanen bedeckt und durch ein Gerüst gesichert in der Relaisstraße. Die Zufahrt zur Neuhofer Straße ist noch immer nicht möglich. 

Gerüstaufbau am Alten Relaishaus beginnt!

Altes Relaishaus ist bereit für den Wiederaufbau

Nun soll zunächst die rechtliche Lage geklärt werden: Die Staatsanwaltschaft Mannheim hat gegen drei Männer im Alter von 21 bis 66 Jahren und eine Frau im Alter von 21 Jahren Anklage erhoben. Der Verdacht: Gemeinschaftliche besonders schwere Brandstiftung, beziehungsweise die Beihilfe hierzu. 

Besonders brisant: Es handelt sich unter anderem um den Eigentümer des ‚Alten Relaishauses‘ und einen Angestellten!

Nach umfangreichen Ermittlungen des Dezernats für Kapitaldelikte des Kriminalkommissariats Mannheim können bereits am 20. Januar der 45-jährige Eigentümer und sein 21-jähriger Angestellter festgenommen werden (WIR BERICHTETEN). Bereits kurz nach der Aufnahme der Ermittlungen hat sich ein vager Tatverdacht in diese Richtung ergeben, so die Mitteilung der Staatsanwaltschaft. Dieser erhärtet sich im Verlauf der Untersuchungen der eigens eingerichteten‚Ermittlungsgruppe Denkmal‘ immer mehr.

Arbeiten an ‚Relaishaus-Ruine‘ beginnen

Versicherungsbetrug?

Nach derzeitigem Kenntnisstand wollte der Eigentümer das Gebäude eigentlich umbauen. Da sein Plan von den Behörden abgelehnt wurde, soll er den Entschluss gefasst haben, das Haus in Brand zu stecken und das Geld der Versicherung einzukassieren. Es gelingt dem Eigentümer, auch seinen Angestellten von dem Plan zu überzeugen und ihn als Komplizen zu gewinnen. Dann wird der Plan in die Tat umgesetzt: Nachdem ab Mitte Oktober die Gaststätte für angebliche Renovierungsarbeiten geschlossen ist, wird am 21. Oktober der Brand gelegt. Bei dem Plan behilflich sollen auch ein 66-jähriger Mann und eine 21-jährige Frau gewesen sein. Sie soll von dem 21-jährigen Mitarbeiter in die Tatpläne eingeweiht worden sein und unter anderem Fahrdienste zur Durchführung der Tat geleistet haben.

Der Sachschaden wird nach neusten Einschätzungen auf 500.000 Euro geschätzt!

Der Eigentümer, seine 21- und 66-jährige Komplizen befinden sich weiterhin in Untersuchungshaft. Die 21-jährige Angeschuldigte ist auf freiem Fuß.

StA/mk

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