Dienstagmorgen am Bahnhof

So reagieren die Mannheimer auf den Bahnstreik

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Die Reisenden freuen sich über ein Gratis-Käffchen.
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Die Stimmung am Infostand ist schon fast ausgelassen.
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Manche Züge sind verspätet, manche fallen ganz aus.
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Roland und Frank hoffen, dass sie ohne Probleme nach Münster kommen.
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Klaus hätte gerne GDL-Chef Claus Weselsky vor sich.
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Die Bahnreisenden warten mehr oder weniger geduldig auf ihre Verbindung.
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Auf dem Weg zum FSJ-Seminar. Bisher keine Verspätungen.
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Der Zug nach Heidelberg hat ein wenig Verspätung...

Mannheim – Am Dienstag trifft der 6-tägige Bahnstreik den Personenverkehr. Die meisten Pendler sind täglich auf die Bahn angewiesen. Ärgern sie sich? Oder haben sie Verständnis? 

MANNHEIM24 hat bei den Reisenden und beim Bahnpersonal nachgefragt.

Dienstagmorgen ist der Mannheimer Bahnhof gut gefüllt. Doch die Stimmung ist nicht schlecht. Bernd vom zuständigen Bahnpersonal, der den Reisenden gut und gerne weiterhilft, erzählt:

„Ach es war eigentlich relativ ruhig heute morgen. Es sind genug Kollegen vor Ort, die einen guten Job machen. Die Kunden haben sich auch gut auf den Streik eingestellt und sind meist gut informiert.“

Das einzige was er sich noch wünschen würde: „Dass die Streikenden vor der Tür stehen würden, um für die Reisenden ansprechbar zu sein.“ Aber sonst sei die Stimmung gut und es wird fleißig Kaffee und Wasser ausgeschenkt um die Wartezeit der Reisenden zu verkürzen. 

Doch sind die Wartezeiten wirklich so groß? Isabel findet das gar nicht so wild. Obwohl sie zu spät zur Uni kommt.„Aber das ist ja meine eigene Schuld. Ich hätte schon gestern nach Verbindungen schauen können.“ Zwar findet sie den Streik ein bisschen nervig, aber er sei „eines der grundlegenden Rechte jedes Arbeitnehmers.“ Was sie sich wünscht? „Es wäre schön wenn sie sich einigen könnten.“

Roland und Frank sind zwischen Verständnis und Verärgerung hin und her gerissen. Sie mussten von einen Teil ihrer Strecke mit dem Auto zurücklegen, doch der weitere Weg nach Münster müsste ohne weitere Komplikationen verlaufen. Frank (54) bemängelt jedoch, dass der Zug um 7.55 schon „sehr voll war“. Doch vom Prinzip findet er den Streik in Ordnung. „Es geht ja um den Arbeitskampf.“ Roland (58) findet da andere Worte: „Also mein Verständnis hält sich mittlerweile in Grenzen. Ich versteh auch gar nicht warum eigentlich gestreikt wird. Es geht doch nur noch um Machtspielchen.“

 

Der 70-jährige Klaus ist genervt. Er will mit seiner Frau nach Kiel fahren und musste zu diesem Zweck von seiner Tochter mit dem Auto nach Mannheim gebracht werden. Was er sich wünschen würde? „Also den Wesselsky hätte ich jetzt gerne hier. Der soll sich mal hierher stellen. Dann würde er aber was erleben!“


Die jüngere Generation ist an diesem Morgen verständnisvoller. Eine Gruppe junger Erwachsener ist auf dem Weg zum FSJ-Seminar. Man muss dazu sagen, dass ihre Verbindung nicht betroffen ist. Jasmin (21) Meinung zum Streik: „Sie sind im Recht so viel zu verdienen wie sie auch tatsächlich leisten.“ Max (18) stimmt ihr zu: „Find ich gut. Die müssen den Druck auf die Gesellschaft erhöhen um etwas zu erreichen. Da macht ein langer Streik Sinn.“


kp

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