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Mannheim: „Der endgültige Untergang“ – Das halten Leser vom Verkehrsversuch in der Fressgasse

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Von: Daniel Hagen

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Mannheim - Seit mehreren Tagen ist die Fressgasse in den Quadraten eine Fußgängerzone. So reagieren unsere Facebook-User auf den Verkehrsversuch der Stadt.

Eine politische Entscheidung erhitzt in Mannheim aktuell die Gemüter. Am Freitag (11. März) beginnt in den Quadraten ein Verkehrsversuch, durch den die Fressgasse und bald auch die Kunststraße zum Teil zu Fußgängerzonen werden. Dadurch werden zwei sehr stark befahrene Straßen plötzlich für den Verkehr gesperrt – was nicht jedem gefällt.

StadtMannheim
BundeslandBaden-Württemberg
Fläche145 km²
Einwohnerzahl309.721 (Stand: 31. Dezember 2020)
OberbürgermeisterDr. Peter Kurz

Mannheim: So reagieren Facebook-User auf den Verkehrsversuch

Der Verkehr in der Fressgasse und der Kunststraße ist bereits seit vielen Jahren ein Streitthema. Vor allem an Wochenenden und zum Feierabendverkehr sind die parallel zu den Mannheimer Planken verlaufenden Straßen mit Autos gefüllt – darunter auch zahlreiche Poser, die mit ihren lauten Sportwagen Eindruck schinden wollen.

Der Verkehrsversuch hat die Diskussion jetzt aber nochmal auf ein ganz neues Level gehoben. Auch in den Facebook-Kommentaren von MANNHEIM24 bilden sich zwei Lager. Die einen freuen sich über den wegfallenden Verkehr in den Quadraten und den neuen Platz für Fußgänger, die anderen sehen in der zeitlich begrenzten Maßnahmen den Untergang der Stadt Mannheim.

Facebook-User befürchten den Untergang der Mannheimer Innenstadt

„Das ist dann der endgültige Untergang für die Geschäfte in der Innenstadt“, schreibt eine Userin und betont, dass es seit Beginn der Corona-Pandemie schon schwer genug sei, mit dem Auto in die Stadt zu fahren. Sie werde daher in anderen Städten einkaufen gehen, in denen man parken und einkaufen gehen könne.

Ähnlich sieht es auch ein anderer Facebook-Nutzer, dessen Freunde und Bekannte auch nicht mehr in die Quadratestadt kämen. „Wie mache ich Mannheim tot???“ schreibt er hinzu. Auch ein anderer MANNHEIM24-Follower fürchtet, dass die Stadt sich damit „runterwirtschaftet“ und selbst Schuld daran sei.

Wird Mannheim durch Verkehrsversuch zum „zweiten Ludwigshafen“?

Andere User fürchten zudem, dass Mannheim mit der teilweisen Sperrung der Fressgasse und der Kunststraße zu einem „zweiten Ludwigshafen“ werden könnte. Generell sei der Verkehrsversuch aktuell eher ungünstig, wenn man die Sperrung des Fahrlachtunnels und das Fehlen der Hochstraße Süd bedenke. Hinzu kommen mehrere Baustellen in den Quadraten.

Es gibt jedoch auch viele Stimmen, die den Verkehrsversuch in Mannheim positiv beurteilen. Vor allem Bewohner der Innenstadt freuen sich über die Ruhe, wenn nicht mehr täglich hunderte Autos – darunter bereits erwähnte Poser mit lauten Sportwagen – am eigenen Haus vorbeifahren.

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Mannheim: Facebook-User träumen von autofreier Innenstadt

So mancher User würde sich sogar über eine komplett autofreie Innenstadt freuen. „Weniger Gestank, weniger Lärm, weniger Staus und mehr Platz für Fußgänger: ein Traum“, schreibt eine Leserin. Für eine Userin ist zudem Amsterdam das große Vorbild, da das Zentrum der niederländischen Hauptstadt komplett autofrei ist.

Damit das Konzept hinter einer autofreien Innenstadt aber Wirklichkeit werden kann, brauche es erst eine Verbesserung des ÖPNV. Dazu gehören laut den Lesern mehr Bahnen in der Nacht und günstigere Tickets, um den Nahverkehr wieder attraktiver zu machen. Immerhin soll im Sommer schon die erste der neuen Bahnen der rnv in Mannheim fahren.

Manche Nutzer träumen von einer autofreien Innenstadt. © Screenshot Facebook

Facebook-Post fasst Situation in Mannheim perfekt zusammen

Zum Schluss widmen wir uns noch einem Kommentar, der die aktuelle Situation in der Innenstadt perfekt und humoristisch zusammenfasst. „Ich habe leider keine Zeit, alle (Antworten) zu lesen... ich bin derzeit damit beschäftigt, einen Anwohnerparkplatz zu finden, seit geraumer Zeit schon und steh im Stau zwischen S6 und R7.“ (dh)

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