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Poser (24) aus Schweiz in Mannheim erwischt – Zuhause hätte ihm harte Strafe gedroht

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Von: Eliran Kendi

Regelmäßig finden in Mannheim „Poser“-Kontrollen (Archivbild).
Regelmäßig finden in Mannheim „Poser“-Kontrollen (Archivbild). © MANNHEIM24/Andreas Schink

Mannheim - Am Wochenende haben die PS-Prolls Hochkonjunktur. Und so gehören auch die Polizeikontrollen zum Alltag: Was sich jedoch ein junger Mann aus der Schweiz erlaubt hat, sprengt den Rahmen.

In „Poser-Manier“ durch die Innenstadt rasen und das auch noch ohne Führerschein? In der Schweiz droht in diesem Fall Gefängnis und die Beschlagnahmung des Autos. Ausgerechnet ein junger Mann mit Wohnsitz in der Schweiz hat sich das in Mannheim erlaubt, als er am Samstagabend (8. Mai) auf der berüchtigten „Poser-Meile“ unterwegs gewesen ist. Der Mercedes des 24-Jährigen fällt einer Polizeistreife kurz nach 19 Uhr auf, natürlich mit dem bekannten PS-Proll-Gehabe: Laut aufheulender Motor und überhöhte Geschwindigkeit. Als er vom Friedrichsplatz kommend, über den Kaiserring in die Fressgasse einfährt, stellen die Polizisten den Poser.

Mannheim: Mann (24) mit gefälschtem Schweizer Führerschein unterwegs

Im Zuge der Kontrolle bemerken die Beamten, dass dem Mann durch die Führerscheinstelle die Fahrerlaubnis entzogen worden war. Der mittlerweile in der Schweiz wohnhafte Deutsche kann aber einen schweizerischen Führerschein vorweisen. Dieser stellt sich jedoch nach eingehender Überprüfung als Fälschung heraus!

Nun wird gegen den 24-Jährigen wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis und Urkundenfälschung ermittelt. Wie das Polizeipräsidium Mannheim zudem mitteilt, ist das Auto durch eine berechtigte Person, die im Besitz einer Fahrerlaubnis ist, weitergefahren worden. Nachdem der 24-jährige Mann eine Sicherheitsleistung hinterlegt hat, wird er wieder auf freien Fuß gesetzt.

Mannheim: Vergleichbare Vergehen werden in der Schweiz viel härter bestraft

In seiner Wahlheimat hätten den Poser drakonischere Strafen erwartet, wie ein Fall vom Wochenende in der Schweiz zeigt: Nach Angaben der Kantonspolizei Tessin wird am Freitagabend (7. Mai) im Gebiet von Canobbio ein ebenfalls 24-jähriger Schweizer Autofahrer mit Wohnsitz im Raum Lugano angehalten. Der junge Mann soll mit 118 Kilometern pro Stunde durch eine 50er-Zone gerast sein. Konsequenzen für den jungen Mann? Anzeige durch die Staatsanwaltschaft, Führerschein weg und Auto beschlagnahmt. In der Schweiz kann ein durch den Staat beschlagnahmtes Auto weiterverkauft werden, oder dem ursprünglichen Besitzer zum Rückkauf angeboten werden.

Wird jemand darüber hinaus beim Fahren ohne Führerschein erwischt, können Gerichte eine Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren aussprechen. Bei wiederholtem Fahren ohne Führerschein kann die Polizei in der Schweiz das „Tatfahrzeug“ auch zusätzlich beschlagnahmen.

Lediglich hinsichtlich der Urkundenfälschung gleichen sich die Strafen in Deutschland und der Schweiz: Je nach Schwere des Verbrechens liegt die Strafe zwischen einem hohen Bußgeld bis hin zu einer Freiheitsstrafe von fünf Jahren. (esk/pol)

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