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Mannheim-Lindenhof: Kampf gegen PS-Prolls – Polizei-Präsident warnt Poser-Szene

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Von: Peter Kiefer, Eliran Kendi

Mannheim - Gleicher Ort, gleiches Spiel: Auch am Freitagabend (12. März) hat die Polizei wieder Auto-Poser und andere Ruhestörer am Rheinufer verjagen müssen. Die Bilanz:

Update vom 18. März: Aufheulende Motoren und laute Musik haben in den vergangenen Jahren immer wieder zur Verärgerung der Bewohnerinnen und Bewohner in der Innenstadt geführt. Nach den Erfolgen gegen die Auto-Prolls auf dem Lindenhof ergreift die Stadt Mannheim nun auch in der Innenstadt schärfere Maßnahmen gegen Poser.

Mannheim-Lindenhof: Kampf gegen PS-Proleten – Polizei-Präsident warnt Poser-Szene

Update vom 13. März: Nicht mal schlechtes Wetter und eine Inzidenz von über 100 hält die Party-Meute in Mannheim offensichtlich davon ab, sich in Horden zu treffen, um die Sau rauszulassen. Denn wie die Polizei mitteilt, haben sich am Freitag (12. März) wieder etliche Feierwillige im Lindenhof und speziell am dortigen Rheinufer versammelt. Und auch die obligatorischen Auto-Poser haben dort vereinzelt lautstark gezeigt, was sie so draufhaben – oder auch nicht...

Doch dank konsequenter Überwachungsmaßnahmen der Polizei, die sogar im Vorfeld angekündigt worden sind, ist wieder schnell Ruhe eingekehrt im beschaulichen Lindenhof. Durch starke Polizeipräsenz mit „flexiblen und anlassbezogenen Sperrungen“ konnte der relevante Verkehrsraum frühzeitig abgeriegelt und dadurch weiterer Zulauf unterbunden werden. Die vor Ort anwesenden Party-People haben sich daraufhin zeitnah verkrümelt. Auffällige Autofahrer sind gezielten Kontrollen unterzogen worden. Neben den Fahrern sind speziell ihre aufgemotzten PS-Schleudern intensiv auf ihre Verkehrstauglichkeit gecheckt worden. Bilanz: Sechs „Poser“ sind wegen unnötigen Lärms gebührenpflichtig verwarnt und der Örtlichkeit verwiesen worden.

Mannheim-Lindenhof: Polizeipräsident sagt Poser, Nachtschwärmern und anderen Ruhestörern den Kampf an

Polizeipräsident Andreas Stenger kämpferisch: „Wir werden diese gezielten Einsatzmaßnahmen wie angekündigt konsequent umsetzen. Ruhestörer, Auto-Poser und sonstige Nachtschwärmer, die die Anwohner belästigen und den öffentlichen Raum vermüllen, sollten lieber einen weiten Bogen um den Lindenhof und das Rheinufer machen. Mit dem Einsatzkonzept von Polizei und Stadt werden wir nachhaltig gegen dieses Phänomen vorgehen und den Kontrolldruck massiv hochhalten. Mit den ersten Wirkungen des neuen Einsatzkonzepts bin ich zufrieden.

StadtMannheim
BundeslandBaden-Württemberg
Einwohnerzahl309.370 (Stand: 2019)
OberbürgermeisterDr. Peter Kurz (SPD)

Auch zukünftig werden die Kontrollmaßnahmen im Lindenhof und dem Rheinufer, aber auch im innerstädtischen Bereich, fortgesetzt. „Bei Posern, die aufgrund Lärms oder ihrer Fahrwiese vermehrt auffallen, die Anwohnerinnen und Anwohner massiv belästigen und damit wiederholt in den polizeilichen Fokus geraten, werden zudem intensiv fahrerlaubnisrechtliche Konsequenzen und die gesamte Palette der gefahrenabwehrrechtlichen Möglichkeiten geprüft“, so Mannheims ranghöchster Polizist entschlossen.

Mannheim-Lindenhof: Wieder „massive Ruhestörungen“ durch Poser – Polizei präsentiert Strategie

Update vom 11. März: Aufheulende Fahrzeugmotoren und überlaute Musik – nachdem die Poser jahrelang Besucher und Anwohner der Mannheimer Innenstadt mit dem nervigen Lärm aus ihren aufgemotzten PS-Monstern terrorisiert haben, hat sich die Szene offenbar einen neuen Treffpunkt ausgesucht: Das idyllische Rheinufer im Stadtteil Lindenhof. Im Verlauf der Überwachungsmaßnahmen der Polizei vom Mittwoch (10. März) stellen die Beamten einen „stetig ansteigender Zustrom von Fahrzeugen“ fest, wie es in einer Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Mannheim heißt. Der Andrang soll so groß gewesen sein, dass die Zufahrt zum Parkplatz der Rheinterrassen gesperrt werden muss. Die Polizei kontrolliert ab 17 Uhr insgesamt 63 Fahrzeuge und 130 Personen und stellt dabei sechs Verstöße gegen die Corona-Verordnung und drei Verkehrsordnungswidrigkeiten fest.

Mannheim-Lindenhof: Polizei will gegen penetrante Poser durchgreifen

Wir werden verhindern, dass die Anzahl an Ruhestörungswilligen weiter zunimmt und sich eine regelrechte Partyszene im Bereich der Rheinterrassen etabliert. Wir werden viel kontrollieren und diejenigen zur Anzeige bringen, die sich partout nicht an die Regeln halten wollen“, betont Polizeipräsident Andreas Steger entschlossen.

Für den heutigen Donnerstagabend hat sich Erster Bürgermeister und Sicherheitsdezernent Christian Specht mit Polizeipräsident Andreas Stenger und betroffenen Anwohnern vor Ort verabredet, um gemeinsam über konkrete Maßnahmen gegen die Poser zu sprechen.

Die Aufenthalts- und Wohnqualität in Mannheim darf nicht unter rücksichtslosen Autofahrern leiden, die insbesondere in den Abendstunden und am Wochenende aus der ganzen Region kommen, und die Anwohner und Passanten an der Rheinpromenade gefährden und deren Ruhe stören. Wir werden die Verursacher durch Kontrollen und kurzfristige Sperrungen an ihrem Tun hindern und ihr Verhalten konsequent ahnden“, so Specht.

Mannheim-Lindenhof: Polizei verjagt 300 Auto-Poser – doch das ist erst der Anfang

Erstmeldung vom 8 März: Ganz frech die Polizei an der Nase herumgeführt haben rund 300 Auto-Poser am Samstagabend (6. März) in Mannheim. Nachdem die lärmende Party-Meute gegen 21:20 Uhr zunächst durch aufheulende Motorengeräusche und dröhnende Musik aus ihren aufgemotzten PS-Monstern am Stephanienufer den Lindenhof unsicher gemacht hat, ist die alarmierte Polizei eingeschritten. An der sofort eingerichteten Großkontrollstelle an der Kreuzung Stephanienufer / Rennershofstraße konnten in der Folge 146 Fahrzeuge und rund 300 Personen festgestellt werden, wie die Polizei am Montag mitteilt.

Alle Fahrzeuginsassen sind daraufhin einer Kontrolle unterzogen worden. Schnell wird klar: Bei den Radau-Brüdern handelt es sich größtenteils um „junges, eventorientiertes Publikum im Alter zwischen 18 - 25 Jahren“ aus dem angrenzenden Umland. Sämtliche Kennzeichen sind notiert sowie die Personalien der Anwesenden festgestellt worden. Daraufhin hagelte es Platzverweise für alle, die bei Verstößen dagegen konsequent eine Anzeige nach sich ziehen!

Im Juni 2019 verursachte ein Poser sogar einen schlimmen Unfall am Mannheimer Wasserturm. (Archiv)
Im Juni 2019 verursachte ein Poser sogar einen schlimmen Unfall am Mannheimer Wasserturm. (Archiv) © MANNHEIM24/PR-Video/Priebe

Mannheim: Polizei kontrolliert Hunderte Poser-Autos und Party-People der Eventszene

Dagegen haben vor Ort dazugestoßene Kollegen des Kommunalen Ordnungsdienstes speziell auf Corona-Verstöße geachtet. Insgesamt kam es am Stephanienufer sowie bei der Überwachung weiterer szenetypischer Örtlichkeiten (weitere 50 Fahrzeuge) zu 12 Verstößen gegen die Corona-Verordnung sowie 15 weitere Ordnungswidrigkeiten.

Doch damit kehrte noch lange keine Ruhe in Mannheim ein! Gegen 22:30 Uhr ging das freche Katz-und-Maus-Spiel mit der Polizei weiter. Anwohner der Innenstadt beschwerten sich bei der Polizei über lautes Motorengejaule inklusive Hupkonzerte. Und siehe da: Die meisten der eine Stunde zuvor kontrollierten Auto-Poser sind einfach wenige Hundert Meter in die City weitergefahren, um dort zu nerven.

Bei der neuerlichen Großkontrolle sind 108 Fahrzeug- und Personenkontrollen durchgeführt worden. Wieder hat die Polizei die Personalien aller Betroffenen aufgenommen, wieder Platzverweise erteilt sowie rechtliche Konsequenzen bei Nichtbefolgen angedroht. Diesmal zeigten die Maßnahmen zwar Wirkung, jedoch bildete sich in der Kunststraße zeitweise ein Rückstau bis zum Paradeplatz. Somit kehrte erst gegen 1:45 Uhr endlich Ruhe in der Innenstadt ein.

Auto-Poser in Mannheim: Polizei und Stadt sagen der Szene den Kampf an

Auch in Zukunft haben Stadt und Polizei den Auto-Posern den Kampf angesagt, wird es immer wieder Großkontrollen an den altbekannten Locations geben. Dafür wolle man nachhaltig mit eng abgestimmten Maßnahmenpaketen die weitere Verfestigung bzw. Etablierung einer Event- und Poserszene in Mannheim verhindern.

Deshalb hat Erster Bürgermeister Christian Specht (54, CDU) den Polizeipräsidenten Andreas Stenger gebeten, gemeinsam mit dem städtischen Ordnungsdienst ein Lagebild zu erstellen. Daran angelehnt sollen kurzfristig verkehrsbehördliche und Vollzugs-Maßnahmen wie Kontrollstellen und Sperrungen entwickelt werden. Auch die seit Jahren immer wieder nachts belästigten Anwohner sollen in das Maßnahmenkonzept einbezogen und darüber informiert werden.

Am 17. Juni 2019 hat sich sogar ein schlimmer Poser-Unfall ereignet, bei dem zwei Menschen verletzt worden sind. Einem damals 31-jährigen Fußgänger wurde ein Bein gebrochen. Der Fahrer ist daraufhin zu einer Haftstrafe verurteilt worden. (pol/pek)

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