Geldstrafe

Mannheimer Polizist wegen Körperverletzung  verurteilt

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Polizist vor Mannheimer Amtsgericht verurteilt (Symbolfoto)

Mannheim - Er soll im Juni 2015 einem gefesselten Verdächtigen ins Gesicht geschlagen haben. Jetzt wurde ein Polizist vom Mannheim Amtsgericht zu einer Geldstrafe verurteilt.

Das Gericht habe es als bewiesen gesehen, dass der Angeklagte einem gefesselten Verdächtigen im Juni 2015 im Streifenwagen ins Gesicht geschlagen habe, teilte die Justiz in Mannheim am Freitag mit. Er wird zu einer Geldstrafe von 120 Tagessätzen von je 50 Euro verurteilt.

Der Polizist hatte gesagt, der Mann habe ihm Kopfstöße verpassen wollen. Eine am Einsatz beteiligte Kollegin widersprach aber und zeigte ihn an. Da gegen den Polizisten ein Disziplinarverfahren läuft, droht ihm die Entlassung aus dem Dienst. 

Die Streife war damals wegen eines Randalierers zu einer Gaststätte in Mannheim gerufen worden. Der Störer habe sich demnach zwar Handschellen anlegen lassen, musste aber zum Einsteigen in den Streifenwagen gedrängt werden, hieß es. Im Auto soll es dann zu Faustschlägen gegen den 27-Jährigen gekommen sein.

Die Staatsanwaltschaft fordert eine Bewährungsstrafe von sechs Monaten, die Verteidigung plädiert auf Freispruch wegen Notwehr. 

Angehörige der Mannheimer Polizei stehen derzeit wegen eines weiteren Falls in der Kritik. Beamte sollen im Mai nach einem Einbruch-Alarm einen gefesselten Mann geschlagen habe. Bei dem Einsatz wurde zudem ein Hund erschossen. Hier laufen die Untersuchungen noch.

dpa/kab

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